Wasserball
Rote Laterne statt ein Platz im Mittelfeld für die Dietiker Wasserballer

Die erste Saison zurück in der 1. Liga lief für den Wasserball Club Dietikon nicht wie erhofft. Trotzdem will die Equipe in der Liga bleiben, denn sie glaubt an ihr Potenzial.

Jessica Widmer
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Dietiker hatten in dieser Saison nur wenig Grund zur Freude.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Dietiker hatten in dieser Saison nur wenig Grund zur Freude.

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Wenn man nach sechs Jahren endlich wieder in der 1. Liga spielt, kann man keine Höhenflüge erwarten. Das Wasserball Team des WSC Dietikon wird nach dem Spiel gegen Zürich (siehe Box) die Saison auf dem letzten Tabellenplatz beenden. Ursprünglich waren die Ziele höhergesteckt. Der angestrebte Platz im Mittelfeld wurde jedoch klar verfehlt. «Wir wurden in den letzten Jahren in der 2. Liga kaum gefordert. Da war es schwierig, sich so schnell umzustellen und gegen starke, routinierte Gegner zu spielen. Das Tempo ist viel höher als eine Spielklasse tiefer», resümiert Dietikons Spielertrainer Patrick Siegfried.

Nur 20 Spieler im Kader

Dieses Jahr war ein Experiment. Dietikon stellte erstmals zwei Teams. Die erste Mannschaft war auf diese Spielzeit hin in die 1. Liga aufgestiegen. Die neu gebildete zweite Mannschaft hat sich in der 2. Liga schnell etabliert und wird die Saison im Mittelfeld abschliessen. 20 Spieler umfasst das gesamte Wasserballkader von Dietikon – zu wenig, um kontinuierlich arbeiten zu können. Wenn dann noch Schlüsselspieler wie der Ex-NLA-Wasserballer Christian Grau ausfallen, wird es eng. «Wir alle betreiben diesen Sport als Hobby, da gibt es Spiele, an denen wir auf einige verzichten müssen. Familie und Arbeit gehen vor», erklärt Siegfried und hofft, auf die neue Saison den einen oder anderen Spieler ins Team holen zu können.

In dieser Saison, mussten die Wasserballer teilweise in beiden Teams auflaufen. Das zehrte an den Kräften. Auch die Saisonplanung lief nicht wie gewünscht. Einige Spiele wurden auf Trainingstage gelegt, was dazu führte, dass das Team teilweise über mehrere Wochen nicht trainieren konnte. «In der neuen Saison muss diesbezüglich etwas gehen. Wir dürfen nicht mehr als ein oder zwei Spiele pro Woche haben, damit das Training nicht zu kurz kommt», sagt Spielertrainer Siegfried.

Suche nach einem zweiten Torhüter

Nun hofft der WSC Dietikon darauf, dass von der 2. Liga niemand aufsteigen will. Er möchte in der 1. Liga bleiben. «Der Aufstieg hat sich gelohnt. Ich bin mir sicher, dass unser Team noch Potenzial hat und wir nächste Saison besser arbeiten», sagt Stefan Herde, der Sportchef und Spieler ist. «Wir haben uns ans Tempo gewöhnt und müssen jetzt auf dem, was wir in der letzten Spielzeit gelernt haben, aufbauen.» Einen gemeinsamen Wunsch haben Herde und Siegfried: Sie hoffen, für die neue Saison einen zweiten Torhüter zu haben, damit beide Mannschaften mit einem fixen Schlussmann auflaufen können.