Ängstlich sind sie nicht. Die Schlieremerinnen gehen die Abstiegsrunde mit einem Polster von neun Punkten Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz an. In einer Einfachrunde werden in total sieben Matches die drei Absteiger in die 1. Liga ermittelt.

Schlieren bestreitet vier Heimspiele. Trainer Dominik Stutz macht keinen Hehl daraus, dass der sportliche Wert der Poule für die Schlieremerinnen nicht allzu hoch ist. «Es geht nur darum, die nötigen Punkte zu holen, damit nichts mehr passieren kann.»

Eine Gefahr bergen derlei Ausgangslagen immer: die des bösen Erwachens am Ende. Denn die anderen Teams sind nicht tatenlos geblieben. Therwil, der Gegner von morgen, will den Verbleib in der NLB unbedingt sicherstellen und hat dafür Unterstützung vom Partnerteam Basel aus der NLA erhalten.

Stutz weiss um die heikle Situation und sagt: «Wir dürfen uns nicht auf unseren Punkten ausruhen – zwei Niederlagen zu Beginn, und es wird gefährlich.»

Respekt ist da

An Respekt vor der Aufgabe mangelt es nicht. Bei Stutz herrscht Zuversicht vor. Einerseits, weil er seit längerem mit einem «anständigen Kader» trainieren kann. Bis auf die langzeitverletzten Patrizia Dreyer und Rahel Lattmann stehen ihm alle Spielerinnen zur Verfügung.

Andererseits überzeugte ihn der Auftritt im kürzlich bestrittenen Testspiel gegen NLA-Klub St. Gallen, das die Limmattalerinnen 2:0 gewannen. Stutz kann es sich erlauben, den Blick nach vorn zu richten. In einem Jahr soll sein Team statt in der Abstiegsrunde in den – schon diesmal angestrebten – Aufstiegsspielen stehen.

Was die Zusammensetzung der Equipe anbelangt, sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Entscheidungen der von NLA-Vereinen umworbenen Jessica Berger, Münevver Akyol, Romana Trajkovska, Melina Scodeller und Sanja Mijovic würden noch ausstehen.

Stutz sei zuversichtlich, dass alle von ihnen bleiben. Und der neue Sportchef Bruno Kläusli, der zuvor Assistenztrainer war, «telefoniert dauernd», um neue Spielerinnen anzuwerben. So oder so will Stutz so schnell wie möglich Klarheit haben, was das Kader anbelangt. Er hat die Nase voll vom Hoffen und Bangen sowie dem Bittstellen bei der zweiten Mannschaft.

Aufstiegsverzicht des «Zwei»?

Diese befindet sich in der 2. Liga gegenwärtig auf Aufstiegskurs. Ein Erfolg, dem der Verein gemäss Stutz gespalten gegenübersteht. Offenbar erwägt der Verein, auf den Aufstieg zu verzichten.

«Die Gespräche fanden noch nicht statt», sagt Stutz, der die Zweischneidigkeit der Situation schildert: «Einerseits hätten sie es mit diesem Kader sehr schwer in der ersten Liga. Andererseits wäre der Abstand zum Nati-B-Team kleiner.»