Fussball
René Janz stellt sich als neuer Präsident des FC Urdorf zur Wahl

Sandro Agosti macht ernst und wird an der Generalversammlung vom 19. März nach 13 Jahren als Präsident des Drittligisten FCU zurücktreten. Er präsentiert einen Nachfolger und räumt Ängste vor der Vereinsauflösung aus.

Raphael Biermayr
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René Janz wird wohl wie schon sein Vater Jean-Pierre Präsident des FC Urdorf.

René Janz wird wohl wie schon sein Vater Jean-Pierre Präsident des FC Urdorf.

Burkart

«Wird der Verein wirklich aufgelöst?» So beginnt ein Begleitbrief zur Einladung an die Generalversammlung, die kürzlich an die Mitglieder des FC Urdorf verschickt wurde. In schwarzer Schrift auf gelbem Hintergrund kommt der Hilferuf daher, unterschrieben von Sandro Agosti.

Der Präsident des FCU hatte an der letzten Generalversammlung bekannt gemacht, dass er zurücktreten wird. Das war nicht zum ersten Mal der Fall. Es hatte sich ein Running Gag entwickelt, wonach Agosti am Ende ja doch wieder eine Saison anhängen werde.

Deshalb doppelte er in einem offenen Brief im vergangenen Herbst nach, um seinem Vorhaben Nachdruck zu verleihen. Er schreibt davon, «definitiv amtsmüde» geworden zu sein, nach einem Jahr als Sportchef und anschliessend 13 Jahren als Präsident (und seit 2010 wieder Sportchef) im Vereinsgremium.

Es ist für einen Verein immer eine Herausforderung, wenn ein Präsident aufhört. Aber im Fall der Urdorfer ist die Situation besonders schwierig, denn es steht ein Aderlass bevor. Auch Vizepräsident Roger Gmür und Beisitzer Stephan Bohnenblust hatten im März 2014 ihren bevorstehenden Rücktritt verkündet. Beide sind Wegbegleiter Agostis der ersten Stunde.

Und schliesslich kündigte Juniorenobmann Marc Dreifuss ebenso seine Demission an. Auf einen Schlag verliert der FCU damit sein Führungszentrum, nur noch drei Vorstandsmitglieder bleiben. Weil die meisten Unterhaltungen mit – aus Sicht des Vorstands – potenziellen Nachfolgern nicht fruchteten und der Tag der Generalversammlung immer näher rückte (19. März), entschied sich Agosti als letzten Schritt dazu, den gelben Brief aufzusetzen.

Ein Nachfolger ist gefunden

Nun hat Agosti gute Neuigkeiten: «Wir haben eine Lösung, der Verein wird weiter bestehen», lässt er die Katze gleich zu Beginn aus dem Sack. René Janz wird der Versammlung als 13. Präsident in der Geschichte des Vereins vorgeschlagen.

Der seit 2010 in verschiedenen Funktionen im Vorstand tätige Janz könnte das zweite Familienmitglied in der Präsidentenfolge werden: Sein Vater Jean-Pierre stand dem Klub von 1986 bis 1989 vor.

Noch wichtiger für das Fortbestehen des FCU ist aber: Es haben sich auf den Hilferuf hin weitere Interessenten gemeldet, eine Aufgabe im Verein zu übernehmen. Die Namen werden an der GV publik. Neben Eltern von Junioren wird wohl der eine oder andere langjährige Spieler darunter sein.