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Rechtzeitig zum Rückrundenstart: Comeback zweier Leistungsträger

Schlierens Claudio Studer (v., r.) hat ein Jahr pausieren müssen.fotos: bier

Schlierens Claudio Studer (v., r.) hat ein Jahr pausieren müssen.fotos: bier

Nach langen Verletzungspausen steigen auch Schlierens Claudio Studer und Birmensdorfs Stephan Niedecken in die Rückrunde. Beide freuen sich auf ihre Comebacks und auf das bevorstehende Derby.

Wer Ende März vor seinem Saisondebüt steht, hat in der Vorrunde entweder vieles falsch gemacht oder konnte nichts dafür. Bei Claudio Studer ist Letzteres der Fall: Der Verteidiger des FC Schlieren hat wegen einer Knieverletzung ein Jahr lang kein Pflichtspiel mehr bestritten.

Nach einer langen Rehabilitationszeit ist der 25-Jährige in der Vorbereitung auf die morgen beginnende Rückrunde zurück auf dem Platz. «Ich brenne darauf, wieder in der Meisterschaft zu spielen», sagt Studer.

Die Chancen für einen Einsatz im ersten Match morgen gegen Morava (10.15 Uhr, Zelgli) stehen eigentlich gut, sind mit Kevin Rodriguez und Vladimir Antic doch zwei Verteidiger gesperrt sowie mit Thomas Baumann eine weitere Defensivkraft verletzt. Studer aber hat vom Physiotherapeuten noch nicht grünes Licht für 90 Minuten erhalten.

Für den Eidgenössische Diplomierten Supply Chain Manager ist das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze mit seinem Ex-Team Birmensdorf von besonderem Reiz. Allerdings werde das zweite Aufeinandertreffen vom 27. April etwas aufgebauscht. «Natürlich ist dieses Spiel richtungsweisend, aber es ist meiner Meinung nach nicht entscheidend.

Dafür gibt es nachher noch zu viele Spiele», erklärt Studer. Nach seinem Dafürhalten wird das Team aufsteigen, die am meisten Konstanz zeigt. «In der Rückrunde kommen erfahrungsgemäss mehr Gelbsperren auf einen zu, vielleicht auch Verletzungen. Wer damit besser klarkommt, wird das Rennen machen.»


Während Claudio Studer auf eine grosse Derby-Erfahrung zurückblicken kann, ist Stephan Niedecken diesbezüglich ein Neuling. Der gross gewachsene Stürmer wechselte vor der Saison nach vier Jahren bei Zweitligist Wiedikon nach Birmensdorf. Mit acht Treffern in sechs Einsätzen schickte sich der 32-Jährige an, ein Wörtchen in der Limmattaler Torschützenwertung mitzureden. Eine Meniskusverletzung setzte dem jäh ein Ende.

Den Rest der Vorrunde verfolgte der Mainzer als Zuschauer. Beim emotionsbeladenen Derby in Schlieren, wo die einzige Niederlage des FCB resultierte, stand er auf dem Platz. Wie bewertet er als Aussenstehender die grosse Rivalität im Limmattal? «Mir ist das alles etwas zu viel», sagt er mit sonorer Stimme, «es geht ja nicht um Leben und Tod, sondern ist ein Hobby. Das Wichtigste ist doch, Spass am Fussball zu haben und den Anstand zu wahren.»

Niedecken ist mit seiner Gelassenheit ein Gegenpol im FCB zu den Derby-Veteranen und Trainer Fabio Stiz. Als Aufruf zum Zurücklehnen will der Stürmer seine Aussage indes nicht verstanden wissen. «Auch ich gebe alles, gerade in den Derbys.» Der Controller meint, dass die Entscheidung im Kampf um den Aufstieg «nicht erst am letzten Spieltag fällt, aber auch nicht schon im Spiel gegen Schlieren».

Wie stehen die Chancen auf einen Einsatz gegen den FCS am 27. April? «Dabei sein werde bin ich sicherlich – ob es für die Startelf reichen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen.» Morgen gegen Kosova II (10 Uhr, Juchhof 1) wird er wohl zu einem Teileinsatz kommen.

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