Sportklettern

Rebekka Stotz will trotz Matura-Stress dieses Jahr auftrumpfen

Ohne Seil und Gurt: Die Urdorferin Rebekka Stotz beim Bouldern im Tessin. Foto: Markus Senn/ZVG

Ohne Seil und Gurt: Die Urdorferin Rebekka Stotz beim Bouldern im Tessin. Foto: Markus Senn/ZVG

Es wird ein anstrengendes und spannendes Jahr für Rebekka Stotz. Die 18-Jährige will in ihrem letzten Jahr in der Jugendkategorie nochmals international für Furore sorgen und gleichzeitig in der Elite mit der Weltspitze mithalten.

Es wird ein anstrengendes und spannendes Jahr für Rebekka Stotz. Die 18-Jährige will in ihrem letzten Jahr in der Jugendkategorie nochmals international für Furore sorgen und gleichzeitig in der Elite mit der Weltspitze mithalten. Und ganz «nebenbei» steht im Juni noch der Abschluss der Fachmittelschule an. «Manchmal, wenn ich in meine Agenda schaue, habe ich das Gefühl, es wächst mir alles über den Kopf», sagt Stotz. «Doch irgendwie brauche ich das Klettern, um lernen zu können, und umgekehrt.»

In zwei Monaten beginnen die Prüfungen, bis dahin heisst es also: klettern, lernen, klettern, lernen. Nach ihrem Schulabschluss strebt die Limmattalerin eine Ausbildung zur Physiotherapeutin an und wird zuerst einmal ein halbes Jahr Praktikum absolvieren. «Das wird dann hoffentlich ein weniger lockerer», sagt sie schmunzelnd.

Knie und Zehe zwicken

Heute nun startet Stotz mit einem Boulder-Wettkampf in die Saison (Bouldern ist das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe). Der Event des Swiss Climbing Cup gilt, neben einer Standortbestimmung, auch gleich als Qualifikation für den ersten Weltcup in Mailand in zwei Wochen. «Grundsätzlich fühle ich mich fit, nur mein Knie und eine Zehe schmerzen», so Stotz, die seit ihrer Kindheit an Polyarthritis leidet.

Für das Jahr 2011 hat sich Stotz vorgenommen, an die Leistung des vergangenen Jahres anzuknüpfen. Da ist sie in ihrer ersten Elite-EM gleich ins Halbfinale gekommen – um nur ein Highlight zu nennen.

Doch es gab auch Tiefpunkte. «Am Swiss Cup bin ich oft mit einem sehr guten Resultat ins Final eingezogen und konnte dann im entscheidenden Moment meine Leistung nicht abrufen», erzählt Stotz, die sich in der Schweizer Gesamtrangliste momentan auf Rang drei befindet.

Höhepunkt WM

National klettert sie vor allem gegen zwei Konkurrentinnen an: die 19-jährige Petra Klingler und die 18-jährige Manuela Sigrist. «Klinglers Spezialität ist eher Boulder, Sigrist ist im Lead besonders stark», erläutert Stotz. «Ich mache beides gern und habe deshalb je nach Wettkampf mal Sigrist, mal Klingler als direkte Konkurrenz.» Der Höhepunkt der Saison wird die Weltmeisterschaft im oberitalienischen Arco sein. «Darauf freue ich mich ganz besonders», betont Stotz mit einem breiten Lachen.

Eine WM in geografischer Nähe zur Schweiz hat zwar den Vorteil eines ähnlichen Klimas, Stotz hätte aber auch nichts gegen eine exotischere Destination gehabt.

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