Klettern
Rebekka Stotz spürte im Lead-Weltcup zuletzt die fehlende Erholung

Die 22-jährige Urdorferin Rebekka Stotz verpasst am Lead-Weltcup in Briançon den Halbfinal – sie scheitert, wie auch ihre Teamkolleginnen bereits in der Qualifikation und klassiert sich schliesslich im 34. Rang.

Irene M. Wrabel
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Die Urdorferin Rebekka Stotz in der Kletterwand während des Lead-Weltcups.ZVG/david schweizer

Die Urdorferin Rebekka Stotz in der Kletterwand während des Lead-Weltcups.ZVG/david schweizer

David Schweizer

«Es lief einfach nicht gut» – so der kurze und bündige Kommentar von Rebekka Stotz zu ihrem Resultat am Lead-Weltcup im französischen Briançon. Bereits in der Qualifikation war der Wettkampf für die Urdorferin zu Ende, sie musste sich mit Rang 34 zufrieden geben und verpasste damit den Halbfinal.

Ihre Teamkolleginnen Katherine Choong aus Glovelier und Manuela Sigrist aus Steffisburg blieben mit Rang 30 und 51 ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. «Für uns alle wäre wohl mehr dringelegen», fasst Rebekka Stotz mit einer gesunden Portion Selbstkritik zusammen. «Doch am Wettkampf zählt halt immer nur die Leistung an einem Tag und nicht die Gesamtform.»

Auch in Chamonix nicht zufrieden

Bereits am letzten Wochenende in Chamonix, am zweiten Lead-Weltcup der Saison, war Stotz mit ihrer Leistung nicht wirklich zufrieden gewesen. Auch dort verfehlte sie mit Rang 29 den Einzug in den Halbfinal. Eine Rolle spielt bei solchen Enttäuschungen auch immer die Vorbereitung.

Während sich Stotz im vergangenen Jahr voll auf den Sport konzentrieren konnte, muss sie in dieser Saison ihr Studium der Physiotherapie und das Training unter einen Hut bringen. Dabei die Balance zu finden, sei nicht immer leicht: «Seit dem Beginn der Semesterferien vor einigen Wochen bin ich nach einer trainingsarmen Phase zwar hoch motiviert wieder ins Training eingestiegen. Aber vielleicht ist die Erholung, die vor einem Wettkampf sehr wichtig ist, ein wenig zu kurz gekommen.»

Optimistischer Blick in die Zukunft

Doch die 22-Jährige blickt zuversichtlich in die Zukunft. Der nächste Lead-Weltcup steht in knapp zwei Wochen in Imst auf der Agenda. Stotz will die nächsten Wochen gut nutzen und hat Trainingstage in Österreich, Slowenien und der Schweiz geplant. Ihre Saisonplanung ist stark darauf ausgerichtet, dass sie für die Lead-Weltmeisterschaften, die im September im spanischen Gijon stattfinden werden, in Bestform ist.

Zuvor steht jedoch noch die Weltmeisterschaft im Bouldern in München an. «Die Boulder-WM fällt genau in meine letzte Ferienwoche, das passt perfekt.» Rebekka Stotz möchte dort an ihre starken Leistungen vom Mai in Grindelwald anknüpfen, wo sie im Boulder-Weltcup Rang 6 erreichte und die Schweizer Meisterschaft mit dem Vizetitel beenden konnte.