Klettern
Rebekka Stotz mit Wettkampfpech an der Lead- und Speed-EM

Die 21-jährige Urdorferin landete trotz aktuell guter Form nur auf dem 26. Rang. Den Einzug ins Halbfinale gelang noch problemlos. Dort stürzte Rebekka Stotz auf der anspruchsvollen Route allerdings bereits in der ersten Hälfte.

Irene Wrabel
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Rebekka Stotz peilt nach der nicht ganz geglückten EM schon wieder das nächste Ziel, den Lead-Weltcup, an. davidschweizer.ch

Rebekka Stotz peilt nach der nicht ganz geglückten EM schon wieder das nächste Ziel, den Lead-Weltcup, an. davidschweizer.ch

davidschweizer.ch

Rebekka Stotz blieb in Chamonix der grosse Erfolg trotz guter aktueller Form verwehrt. Ihr zuvor angepeiltes Ziel einer Halbfinalplatzierung hat die Urdorferin zwar erreicht, doch sie sagt selbst: «Ich bin immer vorsichtig mit Prognosen. Aber natürlich erhofft man sich immer ein möglichst gutes Ergebnis.»

Die Qualifikation für das Halbfinale am Freitag verlief für die 21-Jährige noch durchaus vielversprechend: Die beiden Qualifikationsrouten bereiteten ihr keine Probleme und sie konnte wie erhofft problemlos in das Halbfinale einziehen. Teamkollegin Petra Klingler hingegen verpasste die nächste Runde. Da sie sich jedoch aktuell auf die Boulderdisziplin konzentriert, hatte sie auch nicht mehr erwartet.

Das Halbfinale verlief für Rebekka dann nicht wunschgemäss. Die Urdorferin fand nicht so recht den Rhythmus in der anspruchsvollen Route und stürzte noch in der ersten Hälfte. Das bedeutete für sie in der Gesamtwertung nur Rang 26. Enttäuschend umso mehr, als dass sie sich durchaus fit fühlte: «Das ist extrem ärgerlich, denn ich hatte noch genug Kraftreserven» erzählte sie anschliessend. «Ich war an der bewussten Stelle einfach nicht genug konzentriert.» Auch die zweite Schweizer Halbfinalistin Manuela Sigrist scheiterte im Halbfinale. Sie landete letztlich auf Rang 22.

Rebekka Stotz und Petra Klingler traten auch noch in der Disziplin Speed an. Hier war jedoch von vornherein klar, dass keine Spitzenplatzierungen zu erwarten waren, da dies nicht ihre Spezialdisziplin ist. Generell ist das Speedklettern bei den Schweizer Athletinnen und Athleten eher ein Stiefkind. Einer der wenigen, die sich darauf spezialisiert haben, ist der Bündner Gian-Luca Grichting. Er musste jedoch wegen Erkrankung auf eine EM-Teilnahme verzichten. Petra Klingler schnitt mit Rang 18 positiv ab, Rebekka Stotz war mit Rang 30 auch zufrieden. Letztlich zählt für die beiden hier die Wertung in der Kombination. Diese wird nach der Boulder-EM in Eindhoven Ende August abgeschlossen sein.

Am nächsten Wochenende geht es für Rebekka Stotz, Katherine Choong, Manuela Sigrist und Cédric Lachat gleich international weiter: Im französischen Briançon findet am 19./20. Juli 2013 der Lead-Weltcup statt.