Radsport
Radrennfahrer Remo Schuler: «Es ist bis jetzt mein grösster Erfolg»

Der Geroldswiler Remo Schuler gewinnt solo und wird im Rahmen des GP Gippingen U23-Schweizer-Meister. Im Interview mit der az Limmattaler Zeitung sprcht er über seinen Erfolg, den Rennverlauf und die Vorbereitung.

Luca Muntwyler
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Remo Schuler wird dank seinem Solo-Sieg Schweizer Meister. ZVG

Remo Schuler wird dank seinem Solo-Sieg Schweizer Meister. ZVG

Remo Schuler, was bedeutet Ihnen der U23-Schweizer-Meister-Titel?

Remo Schuler: Das bedeutet mir sehr viel. Es ist bis jetzt mein grösster Erfolg.

Sind Sie mit dem Titel im Visier ins Rennen gestartet?

Natürlich ist an einer Schweizer Meisterschaft das Ziel, den Titel zu holen. An einer SM zählt nur der Sieg. Es geht ja auch ums Trikot, welches ich nun ein ganzes Jahr tragen darf.

Waren Sie trotzdem ein wenig überrascht?

Unter den Fahrern haben viele gewusst, dass ich der Favorit auf dieser Strecke bin. Es ist immer die gleiche Strecke und geht immer den gleichen Hügel hoch, da bin ich am besten. Weil ich wenig in der Schweiz gefahren bin und weil ich nicht viel gesehen wurde, war es für einige sicherlich überraschend.

Haben Sie sich auf dieses Rennen speziell vorbereitet?

Eigentlich nicht, ich habe keine speziellen Vorbereitungen getroffen und vorher ganz normal trainiert. Zwei Tage vor der SM habe ich am Profi-Rennen von Gippingen teilgenommen, bin dann aber zwei Runden vor Schluss mit Fabian Cancellara ausgestiegen.

Da die dreiköpfige Spitzengruppe mit zwölf Minuten einen zu grossen Vorsprung hatte, war allen klar, dass diese durchkommen wird. Ich hatte ja auch nur einen Tag zum Erholen. Ich war der einzige U23-Fahrer, der auch bei den Profis gestartet ist. Es war aber eine gute Vorbelastung.

Wie war der Rennverlauf?

Nach 20 Kilometern setzte sich eine zehnköpfige Spitzengruppe ab, mit maximalem Vorsprung von zwei Minuten. Der Vorsprung schmolz kontinuierlich bis etwa auf eine Minute. Hinten waren mit mir alle Favoriten.

Ich hatte lediglich einen Teamkollegen. 60 Kilometer vor dem Ziel habe ich attackiert und die Lücke zur Spitze geschlossen. Dort habe ich gleich nochmals angegriffen und dann die letzten 50 Kilometer mit einem Vorsprung von über zwei Minuten solo beendet.

Wie geht es nun weiter?

Nun fahre ich die Oberösterreich-Rundfahrt. Dort werde ich versuchen, auch einen Etappensieg zu erreichen. Danach stehen noch einige weitere Rennen an. Es ist noch nicht klar, welche Rennen ich bestreiten werde. Ich muss ja immer zuerst ein Aufgebot erhalten. Ich möchte aber einfach gute Resultate erzielen. Der Höhepunkt wird die WM mit der Nationalmannschaft.