Ohne Wenn und Aber siegten die NLC-Damen des TC Weihermatt im letzten Gruppenspiel gegen den TC Zofingen mit 4:2. Einmal mehr einen sehr sicheren Wert verkörperte die Leaderin Raluca Ciulei, die mit ihrer Leistung das ganze Team beflügelte.

Als Saisonziel definierte Coach Renato Bellotti vom TC Weihermatt den Verbleib in der Nationaliga C. Doch die junge Mannschaft unter dem Lead der früheren WTA-Profispielerin Raluca Ciulei sicherte sich mit einem 4:2-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den TC Zofingen sogar den Gruppensieg – souverän, wie schon in der vergangenen Saison in der 1. Liga.

«Ich wusste, dass ich gegen Sydney Weller sehr intelligent spielen muss. Denn sie spielt schnell und hart. Meine Variationen und meine mentale Stärke haben den Ausschlag gegeben», sagte Ciulei nach ihrem Einzelsieg. Und so stand nach den Einzelpartien mit zwei Siegen die neuerliche Teilnahme an der Aufstiegsrunde bereits fest.

Dass es am Ende zur Spitzenposition reichte, hatte wohl nicht einmal Renato Bellotti auf seiner Agenda. «Vor sechs Jahren habe ich diese Mannschaft gegründet und wir sind in der 3. Liga gestartet. Einzig eine Ehrenrunde in der 1. Liga, ansonsten sind wir jedes Jahr aufgestiegen», lautet das positive Resümee von Bellotti. Und diese Saison gab es in der Gruppenphase nur gegen den TC Dählhölzli Bern ein 3:3-Unentschieden. Alle anderen Partien gewannen die Limmattalerinnen.

Ausbaufähiges Team

Angeführt von Raluca Ciulei (N4.60), der rumänischen Teamleaderin, konnte der TC Weihermatt auch in dieser Saison mit einer soliden Mannschaft in der dritthöchsten Spielklasse an den Start gehen. Den Gruppensieg allerdings verdanken die Urdorferinnen gewissermassen auch dem Unvermögen von Hörnli Kreuzlingen, das grundsätzlich bessere Spielerinnen in den eigenen Reihen weiss. «Nach der ersten Runde gegen Zofingen (3:3) sind die Ostschweizerinnen in der Folge nur noch mit einer deutlich schwächeren Mannschaft angetreten. Die Gründe dafür sind mir jedoch nicht bekannt», sagt Bellotti weiter. Dieser Umstand schmälert aber keineswegs die Leistungen der NLC-Frauen vom TC Weihermatt. Denn nebst der Leaderin Ciulei spielt beispielsweise mit Jenny Dürst auf Position 3 eine erst 15-jährige Nachwuchsspielerin, die ihrer gleichklassierten Gegnerin Nadja Fankhauser in der Einzelbegegnung gerade mal zwei Games zugestand.

NLB finanziell nicht tragbar

Auch wenn Team-Coach Renato Bellotti beim Thema Nationaliga B sofort abwinkt – es wäre auf jeden Fall interessant zu sehen, wie die Urdorferinnen dort abschneiden würden. Aber Bellotti erklärt: «In der NLB spielen praktisch nur Profis. Und über solche finanziellen Mittel verfügt der TC Weihermatt nicht». Dennoch sei sein Team ausbaufähig, so Bellotti weiter. Ob er mit dieser Aussage doch in Richtung Nationaliga B schielt? Die kommenden Aufstiegsspiele werden es bestimmt zeigen.