Schiessen
Peter Gamper Jahresbester der Sportschützen Albisrieden-Urdorf

Mit dem «Chlausschiessen», dem Absenden und der Preisverteilung für die verschiedenen internen Anlässe, als Jahres-Abschlussfeier, ging die reich befrachtete Saison 2014 der Sportschützen Albisrieden-Urdorf zu Ende.

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Gamper Peter Peter erreichte dieses Jahr an den Schweizer Meisterschaften ganze 1‘339 Punkte und verlor mit seinem Team in sieben Runden nur einmal.

Gamper Peter Peter erreichte dieses Jahr an den Schweizer Meisterschaften ganze 1‘339 Punkte und verlor mit seinem Team in sieben Runden nur einmal.

Nordwestschweiz

Die grössten Happen waren zweifelsohne der administrative Zusammenschluss der beiden Vereine, die «Züglete» der elektronischen 50-m-Anlage von Albisrieden ins Schützenhaus Bergermoos und damit verbunden die anschliessenden Sanierung und Inbetriebnahme. Daneben lief der sportliche Bereich mit den auswärts und internen Wettkämpfen ungehindert weiter.

Neues Zuhause

Der amtierende Sportschützenboss Albert Buchwalder und Ehrenpräsident Hans Siegrist organisierten, koordinierten und arrangierten den Anlagewechsel und mobilisierten nicht zuletzt die Vereinsmitglieder für den Frondienst. Es war ein kolossaler und aussergewöhnlicher Kraftakt, bei den doch knapp bemessenen Terminen für den technischen Umbau der Anlage, sowie der Sanierung von Schützenstube und Nebenräumen.

Die «Züglete» der Scheiben und Monitore verlief unspektakulär und dank flinken Handwerkern aus den eigenen Reihen wurde im Bergermoos aus dem Um- fast ein Neubau. Schliesslich gab auch die Abdeckung der finanziellen Sparte keine besonderen Knacknüsse. Die beiden Vereine Urdorf und Albisrieden legten ihre Sparbatzen zusammen, sodass es ausreichte, selbst spezielle Wünsche zu berücksichtigen. Jetzt ist der grosse Harst an Arbeit vorerst einmal erledigt. Die «neue Heimat» der Sportschützen Albisrieden-Urdorf im Bergermoos wurde zu einem absoluten Kleinod.

Jahresmeister

Peter Gamper (Lizenzierte) und Benjamin Meier (Nichtlizenzierte) heissen die Meister der Jahreskonkurrenzen und Gewinner der Wanderpreise. Peter verwies, nach den letzten Erfolgen von 2011 und 2013, in diesem Jahr Hans Siegrist und Bruno Lässer aus die Ehrenplätze. Benjamin dagegen konnte den letztjährigen Sieg vor Werner Hirt und René Wittweiler überlegen wiederholen.

Beim Absenden des Endschiessens waren die Podestplätze dann ziemlich einseitig verteilt. Dreimal waren Hans Siegrist (Sau-Jux-und Weinstich), Albert Buchwalder (Sau- und Honigstich) und Peter Gamper (Sau-und Weinstich) auf dem Podium. Benjamin Meier (Honig- und Juxstich) sowie Albert Buchwalder (Sau- und Honigstich) schafften es je zweimal. Einzig Franco Castellazzi gelang es, als Sieger im Jux-Stich, für einmal den Koryphäen ein Schnippchen zu schlagen.

Schliesslich konnte Peter Gamper aus Birmensdorf als «Vereins-Cup-Gewinner» die von Hanspeter Indergand gestiftete «Wanderkanne» in Empfang nehmen.

Im «Chlausstich» (mit internationaler Beteiligung) trotzten zum Saisonschluss 31 Aktive den bereits recht kühlen Temperaturen. Die zum Teil ansprechend guten Resultate wiederspiegelten die gute «Spätform» einiger Aktiven. Im Kampf um die fünf «grossen» Chlaussäcke hatten am Schluss Peter Gamper (95), Albert Buchwalder (95), Bruno Lässer (94), Joachim Schade (bester Waldshuter 93), und Karl Meier (93) die Nase vorn. Karl gab den Chlaussack an die letztplatzierte Schützin Carola Novotsch (Waldshut) weiter, die zum ersten Mal mit einem KK-Gewehr schoss.

Ein besonders gelungener Anlass war das Volksschiessen. Nachdem der erste Schiesstag noch im Hasenrain stattfand wurde der zweite Schiesstag zur eigentlichen «Ouvertüre» im Bergermoos. Eine grosse Zahl Ehrengäste aus Politik, Militär sowie Schützenverbänden und -Vereinen folgten den persönlichen Einladungen, schossen selbst das Programm und fügten damit der Anlage-Einweihung ganz besonderen Glanz hinzu.

Auswärtige Anlässe

Jeweils die höchsten Albisrieder-Resultate in den Vereinswertungen bei auswärtigen Anlässen schossen: Bruno Lässer am Kantonalstich (98) und am Fricktalschiessen (98), Hans Siegrist am Jubi-Wülflingen (99) und Zürichseeschiessen (96), Peter Gamper am Kant. Vereinswettschiessen (97), Verbandsschiessen (77) und Winterschiessen (100) sowie Karl Meier am Frühlingsschiessen Aussersihl (59).

Auf nationaler Stufe erreichte Albisrieden in der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft hinter Glarnerland 3 den zweiten Platz (4. Liga/Gruppe 21), wobei Peter Gamper mit 1‘339 Punkten (Durchschnitt 191,28) das höchste Gesamt-Einzelresultat beisteuerte. Gamper u. Co. verloren in den sieben Runden nur einmal (gegen den Gruppensieger Glarnerland 3) und dabei erst noch ganz knapp (1‘515 gegen 1‘510).

Grittibänz aus Waldshut

Es gehört zur Tradition, dass die Albisriedener mit den Schützen der Schützengesellschaft Waldshut/De 1468 sportlich-freundschaftliche Banden pflegen. Alljährlich werden jeweils abwechselnd bei den Albisriedener oder in Waldshut Freundschaftsschiessen durchgeführt. Eine Waldshuter Schützendelegation ist aber immer auch Gast am «Albisrieder Chlausschiessen».

Dabei kommt sie jeweils nicht mit leeren Händen, sondern bringt jedes Mal einen speziell grossen «Grittibänz» mit. Dieser landet dann als «Henkersmahlzeit» sofort auf den Tellern und gehört zum «Chläuslen» ebenso dazu wie die «Gerstensuppe mit Wädli oder Würstli» und liebevoll zusammengestellte Schalen mit den klassischen Zutaten wie Nüssli, Schoggi, Mandarinli etc.