Fussball
Oliver Buff sieht wieder Chancen auf einen Stammplatz im FCZ

Der FC Zürich kann sich im Kampf um den Vorstoss unter die Top 48 der Europa League nur selbst schlagen. Der Geroldswiler Oliver Buff hat sich mit einer guten Leistung beim 3:1-Erfolg gegen Trnava im Hinspiel wieder ins Gespräch gebracht.

Sven Schoch
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Oliver Buff (vorn) will den nächsten Schritt machen.

Oliver Buff (vorn) will den nächsten Schritt machen.

Keystone

Oliver Buff passt mit seinen Charakterzügen ins (neue) FCZ-Profil. Der U17-Weltmeister von 2009 ist keiner, der sofort die Fassung verliert. Die Ungeduld des jungen Aufsteigers ist der Gewissheit gewichen, beim FCZ den Sprung zum Stammspieler zu schaffen.

Auch deshalb nahm er nach einer Bedenkfrist die Vertrags-Offerte bis 2017 an. "Ich habe Zeit und will den nötigen Schritt vorwärts in Zürich machen."

In Zlaté Moravce wurde der Mittelfeldspieler zum zweiten Mal in Folge von Beginn weg nominiert. Trainer Urs Meier attestiert ihm "eine sehr gute Partie", Buff selber denkt, er sei nahe dran, "mich wieder ins Team zu kämpfen".

Für die Tenöre der europäischen Fussball-Zentren ist die Europa League nur der "kleine Bruder" der Champions League, bei Buff hingegen leuchten die Augen: "Für mich ist dieser Wettbewerb in erster Linie ein Zückerchen und ein Schaufenster."

Von einem Duell mit Tottenham träumt er, im Vordergrund stehe zunächst aber ausschliesslich das Rückspiel gegen Spartak Trnava am Donnerstag in St. Gallen. Die Aufgabe gegen den Neunten der slowakischen Liga wird kein Zürcher unterschätzen.

"Die unnötigen Niederlagen gegen Liberec vor einem Jahr hat niemand von uns vergessen." Sie seien alle "erwachsener und stabiler", deshalb schliesst Buff einen unliebsamen Umschwung praktisch aus. "Wenn wir mit der richtigen Einstellung antreten, lassen wir uns die Qualifikation nicht mehr nehmen."

Trnavas Niederlagen

Als das globale Publikum gebannt die WM-Viertelfinals in Brasilien verfolgte, mühte sich Spartak Trnava bereits in einem Malteser Europacup-Hinterhof ab. 56 Tage später bahnt sich das Out an. In der Liga ist die Equipe nach drei Fehltritten innerhalb von vier Runden weiter abgesackt.

Urs Meier vermutet, dass Spartak sich am Wochenende geschont hat und in St. Gallen "auf tutti" gehen wird. "Sie haben nichts mehr zu verlieren. Deshalb bleiben sie für mich gefährlich."