Es war das Jahr 2009, welches alles verändert hat. Oliver Buff und seine U17-Kollegen werden nach dem Gewinn des Weltmeistertitels über Nacht zu Helden. Gefeiert, umworben, hoch gehandelt. Während viele seiner damaligen Teamkameraden den Lockrufen des Auslands erlagen, blieb Buff auf seinem Kurs und hielt dem FC Zürich bis heute die Treue.

Oliver Buff, wissen Sie, wer aktuell der beste Verein im Limmattal ist?

Oliver Buff: Ich habe gehört, dass es bei Dietikon zurzeit ganz gut läuft. Mich interessiert aber vor allem Oetwil-Geroldswil.

Sie haben vor dem FCZ in Schlieren und vor allem in Oetwil-Geroldswil gespielt. Wie eng ist auch heute noch die Bindung zum Limmattal?

Viele Bekannte sind vom FC Zürich wieder zurück ins Limmattal gewechselt. Aber ich informiere mich natürlich regelmässig über das Geschehen bei Oetwil-Geroldswil, auch wenn ich nur selten an die Spiele gehen kann. Letztlich darf man nie vergessen, wo man hergekommen ist. Ausserdem hat mir Oetwil-Geroldswil damals beim Wechsel nach Zürich extrem geholfen, dafür bin ich bis heute dankbar.

Ihre aktuelle Situation sieht weniger gut aus. Als Vorletzter stehen Sie vor einer schweren Rückrunde.

Ja, aber der Teamgeist ist unter unserem neuen Trainer Urs Meier wieder viel besser. Auch das Trainingslager in Side, aus dem wir gestern zurückgekehrt sind, hat den Zusammenhalt nochmals gefestigt.

Die internationalen Plätze sind derzeit ausser Reichweite. Was für Ziele setzt sich der FCZ?

Ganz klar der Cupsieg, wo wir noch voll im Rennen sind. Ansonsten müssen wir versuchen, endlich eine gewisse Konstanz zu erreichen und so viele Plätze wie möglich gutzumachen.

Sie sind eigentlich Stammspieler, sassen aber beim letzten Vorrundenspiel gegen GC nur auf der Bank. Schlechte Vorzeichen?

Der Trainer kennt meine Fähigkeiten, weil ich schon bei den Junioren unter ihm gespielt habe. Aber es ist klar, unter dem neuen Trainer werden die Karten neu gemischt. Mich beunruhigt die Situation aber keineswegs und ich rechne fest damit, auch in Zukunft auf dem Platz zu stehen.

Im selben Atemzug mit Ihrem Namen fällt auch immer der U17-Weltmeistertitel von 2009. Stört es Sie, dass Sie immer auf dieses Erlebnis reduziert werden?

In letzter Zeit werde ich weniger darauf angesprochen. Man nimmt mich nach diesen gut vier Jahren vor allem als Spieler des FC Zürich wahr.

Viele Ihrer U17-Teamkollegen haben den Schritt ins Ausland gewagt und sind gescheitert. Warum haben Sie der Verlockung bisher widerstanden?

Natürlich war damals auch bei mir die Verlockung gross, aber in solchen Situationen muss man kühlen Kopf bewahren. Dafür kann ich jetzt sagen, dass ich da bin, wo ich in diesem Alter sein wollte. Von meinen damaligen Mitspielern können das leider nur eine Handvoll von sich behaupten.