3.Liga
Ohrfeige für Oetwil-Geroldswil

Die Mannschaft von Trainer Andrea Roselli unterliegt Birmensdorf im Derby mit 0:5.

Michel Sutter
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Birmensdorfs Stefan Greber (vorne, in Rot) setzt sich gegen Stefan Steuble (Oetwil-Geroldswil) durch. Geisser

Birmensdorfs Stefan Greber (vorne, in Rot) setzt sich gegen Stefan Steuble (Oetwil-Geroldswil) durch. Geisser

Am Ende wollte Oetwil-Geroldswil nicht mal mehr der Ehrentreffer gelingen. Marquart traf kurz vor Abpfiff nur den Pfosten. Die Szene war symptomatisch für den Auftritt von Oetwil-Geroldswil, der sich während der gesamten Spieldauer zwar bemüht zeigte, dem aber in den entscheidenden Momenten auch das nötige Quäntchen Glück fehlte.

Das sah auch der Trainer der Birmensdorfer, Antonio Caputo, so – zumindest, was die erste Spielhälfte anbelangt. «Wir haben die erste Halbzeit etwas verschlafen», gestand er. «Oetwil-Geroldswil hatte gute Chancen.» Die erste davon durch Bühler nach einem Freistoss in der 11. Minute. Eine Viertelstunde später hätte beinahe Lauper für die Führung der Gäste gesorgt, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Und nur drei Minuten später kam erneut Bühler zu einer guten Gelegenheit, der Nachschuss von Stefan Angstmann ging übers Tor.

Fragwürdige Entscheidung

Noch wenige Minuten blieben in der ersten Halbzeit zu spielen, als Birmensdorf an der Strafraumgrenze zu einem Freistoss kam. Cirigliano trat an und zirkelte den Ball Richtung linke Ecke. Der Ball prallte an den Innenpfosten und von dort ins Tor – oder doch nicht? Der Schiedsrichter zeigte Tor an, doch die Ersatzbank von Oetwil-Geroldswil protestierte lautstark, ebenso Goalie Niederhäuser, der angab, den Ball vor der Linie abgewehrt zu haben. Von der Seitenlinie liess sich die Szene nicht schlüssig beurteilen. Tatsache ist: Das Tor zählte.

Und mit dem Führungstreffer wurde Birmensdorf stärker. Da Costa traf noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nur den Pfosten. In der zweiten Halbzeit waren gerade mal fünf Minuten gespielt, als Greber mit einem Kopfball zum 2:0 für die Gastgeber erhöhte. Kurz darauf kam Oetwil-Geroldswil durch den stark aufspielenden Marquart zu einer weiteren Chance. Doch der Birmensdorfer Torhüter hielt seinen Kasten sauber und sein Team gab die Antwort ein paar Minuten später: Cirigliano erzielte das 3:0.

FCOG beweist Charakter

Zugute halten muss man Oetwil-Geroldswil, dass es nie aufsteckte. Selbst bei diesem Spielstand kam das Team von Andrea Roselli zu weiteren Chancen. Doch Birmensdorf nutzte seine Möglichkeiten eiskalt: Petrovic mit einem satten Schuss und Markovic, der allein auf Goalie Angstmann zulaufen konnte, trafen zum 5:0-Endstand. «Wer die Torchancen nicht nutzt, bekommt eben die Gegentore», meinte Roselli nach der Partie. «Aber man hat gesehen, dass wir Fussball spielen können. Wir müssen jetzt eben Geduld haben.» Sein Berufskollege Antonio Caputo ist erleichtert über den ersten Sieg seines Teams: «Die Stürmer treffen wieder, und wir haben die ersten Punkte eingefahren. Wir konnten endlich mal ein Zeichen setzen.»