EHC Urdorf
Offensivspektakel mit Studer-Gala

Der EHC Urdorf schlägt in der 3. Liga Schaffhausen II verdient mit 11:6. Mann des Spiels war Raphael Studer, der gleich viermal einlochte.

Ruedi Burkart
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Die «Stiere» haben definitiv Fahrt aufgenommen. In einem abwechslungsreichen Spiel holten sie gegen den konfusen Absteiger den zweiten Sieg in Folge. Bemerkenswert: Die Urdorfer erzielten gleich drei Treffer in Unterzahl.

Vor einer Woche taten sich die Urdorfer schwer. Das erste Tor beim letztlich klaren 6:1-Sieg gegen den Tabellenletzten Glarus fiel erst nach 32 Minuten. Diesmal, gegen den Tabellenvorletzten Schaffhausen, war alles anders. Ganz anders. Es war ein Eishockeyspiel, wie es sich die Zuschauer wünschen.

Torszenen hüben wie drüben, fahrige Verteidiger, schnelle Stürmer, Treffer am Laufmeter. Und Trainer am Rande des Nervenzusammenbruchs. «Es ist ein Spektakel. Offensiv wie defensiv», fasste Urdorfs Übungsleiter Dani Hüni in der zweiten Pause kopfschüttelnd das Geschehen zusammen. 8:4 lag sein Team zu jenem Zeitpunkt in Front.

Nur mit 8:4, muss man sagen. Denn wäre die Urdorfer Defensivabteilung nur eine Spur konsequenter vor dem starken Goalie Sandro Fischer zu Werke gegangen, die Gäste wären da schon hoffnungslos im Hintertreffen gelegen. «Wir müssen defensiv seriöser werden», so Hüni.

Doch diesen Gefallen taten ihm seine Spieler auch in den letzten
20 Minuten nicht. Und so konnte sich Ersatzgoalie Andrej Gingg, der für Fischer ran durfte, das eine oder andere Mal mit einer starken Parade auszeichnen. Am Schluss blieb ein 11:6-Sieg für die «Stiere».

Drei Urdorfer Treffer im Boxplay

Die Geschichte des Spiels schrieb Raphael Studer. Urdorfs Liga-Topskorer lenkte die Partie mit seinen vier Treffern vorzeitig in die richtige Bahn, zudem gab er noch zweimal den entscheidenden Pass zu einem Treffer. Und hätte Studer ein wenig mehr Fortüne vor Schaffhausens Goalie Daniel Leemann gehabt, er hätte noch mehr Tore erzielt. Zweimal traf Studer in Unterzahl, den dritten Shorthander markierte Adrian Casutt.

Nach der Schlusssirene feierten die Urdorfer Akteure mit ihren treuen Fans den verdienten Sieg. Auch Trainer Hüni freute sich. Doch nicht alles, was er an diesem lauen Eishockeyabend bei Temperaturen über der 10-Grad-Marke gesehen hatte, gefiel ihm. «Die drei Punkte sind heute Abend entscheidend», so Hüni. «Aber vor unserem Tor müssen wir uns steigern.»

Nach den beiden Pflichtsiegen gegen die beiden Letzten der Tabelle ist klar: Das ehrgeizige Ziel Masterrunde ist für die nun fünftplatzierten Limmattaler mittlerweile in greifbare Nähe gerückt. Morgen (20.45 Uhr, Im Chreis) wartet auswärts mit dem Zweitplatzierten Dübendorf ein echter Gradmesser.