Frauenfussball
Oetwil und das Fussballfeld als Zuhause

Beim FC Urdorf gross geworden, ist Susanne Gubler heute Trainerin. Ausgerechnet vor den Barragespielen gegen die Frauen des FC Schlieren wechselte Susanne Gubler zum wankenden Nationalliga-A-Team des FC Basel.

Patrick Pensa
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Limmattaler Zeitung

«Dies war speziell und eine grosse Herausforderung, aber nicht weil es gegen einen Klub aus dem Limmattal ging, sondern wegen des Zeitpunkts», sagt die 45-jährige Fussballtrainerin.

Die viel gereiste Gubler macht keinen Hehl daraus, dass ihr der Bezug zum Limmattal, obwohl sie ihre Wohnung in Oetwil an der Limmat hat, etwas abhandengekommen ist. «Durch den Fussball bin ich in der ganzen Schweiz herumgereist.

War zehn Jahre in Bern und lange in Zürich. Dort habe ich meine Freunde.» Oetwil ist für sie der ideale Ausgangspunkt, um schnell zwischen ihren aktuellen Hauptstädten Zürich und Basel zu wechseln. «Ich fühle mich sehr wohl in Oetwil, aber ich bin nur ungefähr zwei Tage die Woche zu Hause, sonst bin in Basel.»

Der Palmarès von Gubler ist beeindruckend. Erst im Alter von 15 Jahren begann sie beim FC Urdorf zu kicken, blieb fünf Jahre. Nach der Zeit bei den Blue Stars häuften sich in den Berner Jahren die Titel: 1991 der erste Cupsieg, 1992 der erste Meistertitel.

In den Jahren 1995 bis 1997 gewann sie immer beim FC Bern dreimal hintereinander das Double. In der letzten Saison als Spielerin für den SV Seebach 1998 war es nochmals der Meistertitel. Damals war Gubler auch Captain der Nationalmannschaft und absolvierte insgesamt 44 Einsätze im Nationaltrikot.

Wechsel an den Spielfeldrand

Bereits in den letzten Jahren als Spielerin absolvierte die Limmattalerin die Trainerausbildung, hatte 1997 das A-Diplom. In der Meistersaison mit Seebach agierte sie als Co-Trainerin, wechselte danach zurück nach Bern. Um erst den Cup und in der Saison 99/00 auch als Trainerin das Double zu gewinnen.

Die abermalige Rückkehr nach Zürich war «erst» 2009 wieder von Titelehren gekrönt. Dann nicht mehr als SV Seebach, sondern als Frauen des FCZ. Direkt nach dem zweiten Titel 2010 dann der Wechsel ans Rheinknie, um die Baslerinnen vor dem Abstieg zu bewahren.

Mit Erfolg. Der aktuelle NLB-Leader Schlieren wurde besiegt, nach einigen Veränderungen auf und neben dem Feld stehen die Basler Frauen vor der Finalrunde auf Platz fünf der NLA. «Die Finalrunde war das Ziel. Man darf nicht vergessen, dass wir letztes Jahr noch in der Barrage standen.

Im nächsten Jahr wollen wir um den Titel mitreden», gibt sich Gubler zuversichtlich. Eine Saison will sie
in Basel noch leisten, dann mehr im Hintergrund arbeiten. Der Bundesliga-Zug sei für sie abgefahren, aber einmal ein Nationalteam zu trainieren, wäre eine Herausforderung.