Fussball
Oetwil-Geroldswil trotz Überzahl in die Schranken gewiesen

Obwohl der momentan fünftplatzierte FC Wiedikon eine Halbzeit mit einem Mann weniger gespielt hat, vermochte er als Erster in dieser Saison den Wintermeister FC Oetwil-Geroldswil zu schlagen.

Irene Müller
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Wiedikons Torschütze David Santana.
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Oetwils Sandro Lutz (am Boden) in einem für das Spiel typischen Zweikampf gegen den Wiediker Fabio Carnovali.
Diego Studer (FC Wiedikon, links) im Zweikampf mit Sandro Lutz (FC Oetwil-G., rechts)
FC Wiedikon - FC Oetwil-Geroldswil
David Santana (links) bejubelt sein Siegestor für Wiedikon.
Oetwils Torhüter Simon Wendelspiess war mit dem Ausgang der Partie alles andere als zufrieden.
David Santana ist zufrieden mit dem Spiel
Schiedsrichter Pascal Schuler pfiff das Spiel im Heuried.

Wiedikons Torschütze David Santana.

Anton Geisser

Immerhin etwa zwei Dutzend Fans sind bei stürmischem Wetter und (so schien es) tiefwinterlichen Temperaturen nach Wiedikon gekommen, den FCOE anzufeuern – ohne Erfolg. Nachdem die Limmattaler zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte auf der Tabellenleader-Position überwintert hatten, konnten sie den entsprechend hohen Erwartungen im ersten Rückrundenspiel gegen Wiedikon nicht gerecht werden.

Zu Beginn hatten beide Mannschaften etwas Mühe, ins Spiel zu kommen. Beide Teams kamen zu einigen guten Torchancen, welche jedoch niemand zu verwerten vermochte. Die Köpfe wurden dementsprechend auf beiden Seiten immer hitziger und zu Ende der ersten Halbzeit hin begannen sich die Fouls zu häufen. In der 41. Minute sah der Wiediker Leandro Stirnemann dann sogar Gelb-Rot.

Doch die Wiediker gingen auch zu zehnt nicht unter und kämpften bis zuletzt – was in der 79. Minute mit dem Siegestor von David Santana auch belohnt wurde. Die Oetwiler, die darauf endlich aus ihrem Winterschlaf erwacht waren, schafften es trotz viel Bemühen nicht mehr zu einem Ausgleichstreffer.

Noch immer Tabellenleader

Somit hat der FC Oetwil-Geroldswil nun nach 11 Pflichtspiel-Siegen in Folge die erste Partie verloren. Trotz dieser Niederlage sind die Limmattaler noch immer mit fünf Punkten Vorsprung die souveränen Tabellenleader.

Oetwil-Trainer Roger Balmer will sich jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen: «In der Rückrunde sind 33 Punkte zu holen, da kann noch alles passieren.» Vor allem machen sie sich keinen Druck wegen der Leaderposition. «Wir haben heute schlicht nicht gut gespielt, die Überzahl zu wenig ausgenutzt und zu wenig Druck gemacht. Doch aus solchen Fehlern lernt das Team und macht es das nächste Mal besser», so Balmer.