Eishockey
Nun beginnen die Urdorfer Rechenspiele um den Ligaerhalt

Der EHC Urdorf kann sich am Samstag definitiv den vorzeitigen Verbleib in der 2. Liga sichern. Voraussetzung dafür ist ein Vollererfolg im Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Bellinzona.

Raphael Biermayr
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Glenn Huber wurde für zwei Matches gesperrt. Foto: Bier

Glenn Huber wurde für zwei Matches gesperrt. Foto: Bier

Es hätte eine kitschige Note. Wenn Urdorf am Samstag (20 Uhr, Weihermatt) gegen Bellinzona gewinnen und dadurch den Klassenverbleib sichern würde, schlösse sich ein Kreis: Im vergangenen September wars, als Trainer Dani Hüni aus dem Trainingslager sein Erstaunen kundtat. Sein Team hatte zwar gegen Bellinzona verloren, doch eine Leistung gezeigt, die den Trainer nach dem glückhaften Aufstieg am grünen Tisch von der nötigen Qualität überzeugt hatte. «Das wäre natürlich speziell», sagt Hüni heute, will aber den Druck von seinem Team nehmen gegen das Team der Stunde (acht Siege in Folge): «Wenn wir es in einer Woche gegen Luzern richten würden, wäre das auch nicht schlimm.»

Es gibt mehrere Rechnungen, nach denen der EHCU nach diesem Wochenende nicht mehr auf einen Abstiegsrundenplatz fallen kann. Die eleganteste: Urdorf gewinnt morgen drei Punkte, während Rapperswil-Jona seine Partie nach 60 Minuten verliert. Denn die «Stiere» haben einen grossen Vorteil im Vergleich zu allen unter ihnen klassierten Teams: Sie weisen die bessere Direktbegegnung auf – das erste Rangierungskriterium bei gleicher Anzahl Punkten.

Am Mittwoch erhielten die Limmattaler Post vom Verband: die Schiedsrichterrapporte vom vergangenen Match gegen Dürnten (2:5), als die Nerven mit den Gastgebern auf der Weihermatt durchgegangen waren. Glenn Huber wurde für zwei Matches gesperrt, der EHCU hat gegen das Strafmass Beschwerde eingelegt. Dass das Aussicht auf Erfolg haben kann, zeigt das Beispiel von Teamkollege Colin Wiederkehr, der morgen wieder spielen darf, statt noch eine Sperre abzusitzen.

Die Schiedsrichter notierten in einem weiteren Rapport, dass sie «angepöbelt» (Dani Hüni) worden seien. Darüber hinaus vermerkten sie, dass von den Zuschauern Gegenstände aufs Eis geworfen worden seien. «Bei allen Emotionen: Ein solches Verhalten seitens der Zuschauer können wir nicht gutheissen», sagt Hüni, am besagten Match selbst ein Hitzkopf. Bezüglich der Pöbeleien gegen die Refs wolle er weitere Abklärungen treffen «und wohl das Gespräch mit ihnen suchen».