Zwei Wochen vor Saisonbeginn ist der HC Rychenberg noch auf der Suche nach der taktischen Feinabstimmung und nach seiner Form. An einem Testspieltag in der Zürcher Hardau zieht die Mannschaft von Rolf Kern sowohl gegen Gastgeber GC als auch gegen Waldkirch-St. Gallen den Kürzeren.

«Gegen GC waren wir zu wenig präsent», analysierte Assistenztrainer Jonas Grunder. «Wir offenbarten viele Abstimmungsprobleme in der Defensive und beim Forechecking und kamen darum gegen die spielstarken Stadtzürcher stets einen Schritt zu spät.» Statt agieren zu können, waren die Winterthurer dadurch zum Reagieren gezwungen. Die in der Mittelzone entstehenden Freiräume nutzten die Grasshoppers aus und erhöhten das Skore kontinuierlich. Erst im letzten Drittel fand Rychenberg besser ins Spiel und konnte gegen das 2-2-1-System der Hoppers Angriffsauslösungen finden, die Torchancen nach sich zogen.

Wesentlich wacher kam Kerns Team im zweiten Spiel aus der Kabine. Gegen das wie gewohnt äusserst defensiv eingestellte Waldkirch befanden sich die Winterthurer mehrheitlich im Ballbesitz. «Leider konnten wir in einer klar spielbestimmenden ersten Halbzeit zu wenig aus unseren Chancen machen», konstatierte Grunder.

Oft fehlte die Präzision und Konsequenz beim letzten Pass. Und zu wenig gelang es, das Pass- und Lauftempo hoch genug zu halten, um die Ostschweizer aus ihrem Réduit zu locken und Freiräume zu nutzen. Es war symptomatisch für diese Defizite, dass Verteidiger Marc Huber - diesmal als Stürmer eingesetzt - für vier der insgesamt acht Tore verantwortlich zeichnete.

Auf der Gegenseite nutzte Waldkirchs stets gefährliche Schwedenblock immer wieder Kontermöglichkeiten resolut aus. Dies besonders nachdem Rychenberg endlich 4:3 in Führung gegangen war, danach aber während vier, fünf Minuten komplett den Faden verlor und mehrere Male schnelle Gegenstösse konzedieren musste.

Grunder gab nach den Niederlagen gegen Ligakonkurrenten zu: «Es gibt noch einiges zu tun.» Nervös machen lassen will sich der frühere Nationalspieler freilich nicht: «Wir haben auch gute Ansätze gesehen...» Noch bleiben zwei Wochen Zeit, um rechtzeitig zur Saisoneröffnung bei den Kloten-Bülach Jets bereit zu sein. (rab)