FC Schlieren

NLA-Fussballerinnen vom FC Schlieren erneut in der Abstiegsrunde

Münevver Akyol (Mitte) wird für ihren Auftritt nicht belohnt.mbm

Münevver Akyol (Mitte) wird für ihren Auftritt nicht belohnt.mbm

Das Schicksal ist besiegelt: Der FC Schlieren kann es nach dem 1:1 gegen Yverdon nicht mehr über den Strich schaffen. Ein Spiel vor Ende der Qualifikation steht also fest, die Limmattalerinnen müssen wieder einmal in die Auf-/Abstiegsrunde.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. Und doch stirbt sie irgendwann. Dies mussten die Schlieremer NLA-Fussballerinnen gestern am eigenen Leib erfahren. Denn der eine Punkt gegen Yverdon reicht nicht aus, um die Hoffnung auf einen Platz über dem Strich noch aufrechtzuerhalten. Ein Spiel vor dem Ende der Qualifikation heisst es also wieder einmal: Auf-/Abstiegsrunde für den FC Schlieren. Und das ausgerechnet, nachdem die Limmattalerinnen eine der besten Leistungen der Saison gezeigt haben.

Beherzt und mit viel Engagement starteten sie in die Partie. Doch die erste Chance gehörte dem Gegner aus der Westschweiz - Schlieren konnte sich nach dem Schuss ans Lattenkreuz glücklich schätzen, dass es nicht schon früh in Rückstand geriet. Danach waren die Gastgeberinnen am Zug. Sanja Mijovic und die wieder einmal äusserst stark aufspielende Münevver Akyol zeigten ihre Torgefährlichkeit, doch sie blieben erfolglos. Noch.

Vorne stark, hinten anfällig

Denn nach der Pause überraschte Mijovic die gegnerische Torhüterin mit einem Schuss von der Strafraumgrenze: 1:0. Nach der Cup-Schlappe vom vergangenen Sonntag (0:13 gegen den FCZ) hörte man förmlich, wie den Schlieremerinnen die Steine von den Herzen fielen.

Immer wieder kamen sie in der Folge zu guten Chancen, Mijovic schoss gleich zwei- mal knapp am Tor vorbei und Isabelle Dreyer setzte einen Freistoss an die Latte. Auffallend war auch die Leistung von Jessica Berger, die eine erstaunliche Ballsicherheit an den Tag legte und mit einer hohen Passgenauigkeit überzeugte.

Knallharte Vorbereitung mit dem FC Basel

Doch die starken Offensivaktionen der Limmattalerinnen vermochten nicht darüber hinwegzutäuschen, dass die Verteidigung schwächelte. Vor allem mit schnellen Bällen in die Tiefe bekundete Schlieren Mühe, so verwundert es nicht, dass Yverdon in der 82. Minute den Ausgleich schaffte. Die letzte Aktion des Spiels gehörte wieder den Gästen: Jehona Mehmeti verfehlte das leere Tor aus wenigen Metern.

«Heute ist eindeutig mehr drin gewesen für uns», sagte eine enttäuschte Patrizia Dreyer nach dem Spiel. «Wir haben in beiden Halbzeiten gut angefangen, dann aber jeweils das Tempo rausgenommen.» Nun gilt der Fokus voll und ganz dem Ligaerhalt. So sieht Abwehrspielerin Dreyer das letzte Spiel der Qualifikation am kommenden Samstag auswärts gegen den FC Basel auch nicht als lockeres Auslaufen, sondern als «knallharte Vorbereitung» auf die Auf-/Abstiegsrunde.

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