In der Reprise des Finals der vergangenen Spielzeit traf Vitis Schlieren zum Saisonauftakt auf die Grasshoppers. Diese hatten ihr erstes Meisterschaftsspiel bereits letzte Woche absolviert und davon zu Hause gegen Winterthur nur ein Unentschieden geholt. «Ich denke, dass sich GC mehr erhofft hatte von dieser ersten Partie», analysiert Schlierens Nummer eins, Nicolas Müller. Das Schweizer Aushängeschild und seine Teamkollegen treten mit der Prämisse an, den Titel zu verteidigen.

Nicolas Müller gegen Daryl Selby

Nicolas Müller gegen Daryl Selby

Zum Auftakt gegen die Grasshoppers standen mit Henrik Mustonen (Weltranglisten-Nummer 40) für Vitis und Olli Tuominen (28) für GC zwei Finnen im Court. Der 23-jährige Neuzugang Mustonen konnte den ersten Satz zwar noch gewinnen, musste sich aber in den folgenden drei dem Europameister von 2012 geschlagen geben - 1:0 für die Gäste. Gleichzeitig spielte der junge Urdorfer Silvio Soom im Court 2 gegen den Routinier Paul Steel. Auch in diesem Spiel zogen die Schlieremer deutlich den Kürzeren (0:3).

Das Ende einer Serie

Nun war Nicolas Müller an der Reihe. Die Nummer 25 der Weltrangliste trug seine Partie gegen den an Numemr 14 gesetzten Engländer Daryl Selby aus. Noch nie hatte Müller gegen den Engländer ein Match gewinnen können. Bis zu diesem Tag. Der Schweizer liess Selby nicht den Hauch einer Chance. Müller war in dieser Begegnung spritziger. Der 24-Jährige blieb ständig in Bewegung und schlug sogar zwischen den einzelnen Sätzen ein Paar Bälle. Im dritten Durchgang sahen die Zuschauer einen ratlosen Selby, der an diesem Tag kein Mittel fand, um Müller auch nur annähernd in Bedrängnis zu bringen.

Der Vitis-Crack gewann so mit 3:0. Weil in der vierten Partie Schlierens Franzose Julien Balbo seinen Gegner Jonas Dähler ebenfalls mit 3:0 bezwang, endete der Abend mit einem 2:2-Remis. Schlieren gewann dank eines gewonnen Satzes mehr zwei Zähler, GC einen.

«Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Letzte Woche hatte ich noch eine Verhärtung an der Wade und heute konnte ich Selby zum ersten Mal bezwingen», freut sich Müller nach dem Spiel. Ebenso lobt er den Teamneuling Mustonen: «Henrik ist eine tolle Verstärkung für unser Team. Dass er heute nicht gewinnen konnte, ist nicht schlimm. Olli Tuominen hat seit mehr als zehn Jahren kein Spiel gegen einen Landsmann verloren.»

Einzel-WM in Manchester

Für die Schlieremer Squasher geht es am nächsten Donnerstag in Kriens mit dem Spiel gegen die Panthers weiter. Nicolas Müller weilt dann an der Einzel-Weltmeisterschaft in Manchester, die am Montag beginnt. Seine Aussichten darauf: «In meiner
ersten Partie spiele ich gegen die Weltnummer 26. Das heisst, es ist alles möglich. Ich will einfach gut spielen und zumindest die erste Runde überstehen.»