Squash

Nicolas Müller braucht Nussknacker-Qualitäten

Bereit: Nicolas Müller ist für die neue Saison gerüstet. Archiv

Bereit: Nicolas Müller ist für die neue Saison gerüstet. Archiv

Nicolas Müller, der Teamleader von Schweizer Meister Vitis Schlieren, spielt nächste Woche am Grasshopper Cup. Die Form stimmt, aber das Losglück war nicht auf seiner Seite.

So stark wie in den letzten Wochen hat Nicolas Müller bisher noch nie gespielt. Auch nicht vor einem Jahr, als der 24-jährige Squashprofi mit Weltranglistenposition 20 seine bisher beste Klassierung erreicht hatte. «Ich fühle mich super, bin seit einem halben Jahr verletzungsfrei und konnte daher sehr viel auf dem Platz arbeiten. Zudem habe ich mich auch an meinen neuen Schläger gewöhnt», sagt Müller.

Bereits erfolgreich

Die Resultate der letzten Wochen und Monate stützen Müllers Aussage. Mit Vitis Schlieren hat er nicht nur den NLA-Interclub-Titel erfolgreich verteidigt und dabei unter anderem die aktuelle Weltnummer 10 Daryl Selby geschlagen, sondern er hat auch sein erstes Profiturnier seit 2010 gewonnen. Beim mit 15000 Dollar dotierten Finnish Open hat Müller triumphiert. Es war das bisher grösste Turnier, das der Zürcher bei den Profis gewinnen konnte.

Ein Duell unter Freunden

Entsprechend reist er mit viel Selbstvertrauen an den Grasshopper Cup, der morgen beginnt. Seinen Erfolg aus dem Vorjahr – damals erreichte Nicolas Müller die Viertelfinals – zu wiederholen, wird allerdings schwierig, denn das Losglück war nicht auf seiner Seite. In der ersten Runde wartet der Deutsche Simon Rösner, die aktuelle Weltnummer 11. Gegen ihn konnte Müller bisher noch nie gewinnen. «Es ist ein eher unglückliches Los, denn auch er ist im Moment gut in Form. Kommt hinzu, dass wir an den Turnieren oftmals zusammen unterwegs sind und uns gut verstehen. Es wird also quasi ein Duell unter Freunden.»

Akribische Vorbereitung

Müller hat in der Vorbereitung nichts dem Zufall überlassen und die Stärken und Schwächen seines Gegners genau analysiert. Trotzdem: «Rösner ist eine harte Nuss. Es muss alles zusammenpassen, damit ich ihn schlagen kann», so der 24-Jährige.

Nicolas Müller hofft also auf den perfekten Tag, denn schliesslich will er sich vor eigenem Publikum von seiner besten Seite zeigen. «Der GC-Cup ist ein riesen Boost für die ganze Schweizer Squashszene. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir in der Schweiz ein so grosses und gut organisiertes Turnier haben», windet Müller den Organisatoren ein Kränzchen. Das Preisgeld wurde in diesem Jahr um 15 000 Dollar auf insgesamt 50 000 Dollar erhöht, womit das Turnier zu den grössten in Europa zählt.

Illustres Teilnehmerfeld

Entsprechend illuster präsentiert sich das Teilnehmerfeld: Nicht weniger als vier Top-10-Spieler sind am Start, darunter auch zwei Athleten, die bereits einmal die Weltrangliste angeführt haben. Die Zuschauer werden also in den Genuss von absolutem Spitzensquash kommen und wer weiss, vielleicht gelingt Nicolas Müller bei seinem Heimturnier ja ein Exploit.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1