Das Spiel gegen die Hornets begann für die Limmattaler so, wie jenes gegen Schüpbach vor Wochenfrist aufgehört hatte: UHL war hauptsächlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Und stellte sich dabei nicht besonders geschickt an. Nach 20 Minuten lagen die Limmattaler bereits mit 0:4 im Rückstand. Es brauchte einen Goaliewechsel, zwei weitere Gegentore und ein Nachlassen des Gegners, ehe die drei mitgereisten Fans das erste Mal jubeln durften.

Grosse Show von Pascal Meier

Es war Rückkehrer Pascal Meier, der den Ball nach einer halben Stunde ein erstes Mal im Tor der Berner unterbrachte. Der Limmattaler Topskorer der vergangenen Spielzeit hatte sich in der Vorbereitung einen Muskelfaserriss am Oberschenkel zugezogen und lag danach für kurze Zeit sogar auf der Intensivstation. Nun hauchte er mit dem 1:6 seinem von den Hornets beinahe schon tot- gestochenen Team wieder neues Leben ein.

Und tatsächlich: Innert 15Minuten erzielte UHL weitere fünf Treffer – 6:6. Hauptverantwortlich dafür war Meier. Die Tore Nummer zwei, drei und vier bereitete er mustergültig vor. Besonders sehenswert war dabei das zwischenzeitliche 3:6 durch Dominic Achermann in Unterzahl (38.). Und auch im Schlussdrittel ging die Meier-Show weiter. Nach 44Minuten erzielte der 28-Jährige den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer und auch beim 6:6 durch Roger David (selbst dreifacher Torschütze) war Meier auf dem Spielfeld zugegen. Dank ihm war UHL auf dem besten Weg, ein bereits verloren geglaubtes Spiel doch noch zu gewinnen.

Moral wird nicht belohnt

Aber es sollte anders kommen. Der Auslöser für die erneute Wende war eine ärgerliche Strafe gegen die Limmattaler wegen Reklamierens. Die zuvor wie betäubt wirkenden Hornets erwachten wieder und besassen in der umkämpften Schlussphase die grösseren Kraftreserven. Zudem hatten sie mit Thomas Hänni ebenfalls einen überragenden Spieler in ihren Reihen. Er sammelte sechs Skorerpunkte und sorgte mit den Toren zum 7:6 und 8:6 rund fünf Minuten vor Schluss für die Entscheidung. Am Ende hiess es 6:9.

UHL wurde für seine grosse Moral nicht belohnt. Mit nach Hause nahmen die Limmattaler nur die Erkenntnis, dass sie selbst auswärts in der Lage sind, ein 0:6 noch aufholen zu können. Und dass ihr treffsicherster Stürmer wieder fit ist.