Tennis

Neuerungen im Limmattaler Tennis stossen auf offene Ohren

Karl Wishart (link, Sieger N4/R3) und Thomas Schweizer (rechts, Finalist N4/R3) bei der Siegerehrung.

Karl Wishart (link, Sieger N4/R3) und Thomas Schweizer (rechts, Finalist N4/R3) bei der Siegerehrung.

Am Sonntag ging die 46. Ausgabe der Limmattaler-Tennis-Meisterschaften zu Ende. In der Königskategorie setzte sich Karl Wishart durch. Für grosse Unterhaltung sorgte auch das Exhibitionsturnier mit nationalen Spitzenspielern.

Das N4/R3-Tableau der Limmattaler Meisterschaften war mit drei R1-Spielern gut besetzt. Am Ende war es Karl Wishart (R1) – der nominell schwächste des Trios – der sich als Sieger feiern lassen konnte. Er verdiente sich den Titel dank zwei hart erkämpften Dreisatzsiegen. Im Halbfinal bezwang er den erst 16-jährigen Nachwuchscrack Cedric Rudolph (R1) mit 2:6, 6:4, 6:3 und im Endspiel bodigte Wishart den Routinier Thomas Schweizer (R1). Die stärkste Kategorie bei den Frauen (R1/R3) musste wegen zu wenigen Anmeldungen abgesagt werden.

Neben Wishart konnten sich am zweiten Wochenende der Limmattaler Tennis Meisterschaften Petter Ökvist (R4, 45+), Heinz Köbeli (R6, 60+), Nicole Ruesch (R3, 30+), Irka Plüss (R3, 40+), Renata Huber (R4, 50+) und Vreni Weiss (R6, 60+) in die Siegerliste eintragen lassen.

Verabschiedung von Strehler

Am Finaltag wurde aber nicht nur Tennis gespielt, sondern es wurde mit Klaus Strehler auch der Mann verabschiedet, der das Turnier in den letzten Jahrzehnten geprägt hat. Nach über 20 Jahren als Turnierleiter tritt Strehler aus dem OK aus und überlässt seinen Platz Patrick Koch, mit dem er die Meisterschaften in diesem Jahr gemeinsam organisiert hatte.

Insgesamt haben in diesem Jahr rund 330 Spielerinnen und Spieler teilgenommen. Dies entspricht in etwa dem Wert aus dem Vorjahr. «Damit sind wir zufrieden, vor allem bei den Aktiven und Senioren hatten wir mehr Teilnehmer als letztes Jahr», sagt Patrick Koch. Ein Wermutstropfen war dagegen, dass 30 Junioren weniger dabei waren als im Vorjahr. «Wir werden versuchen, enger mit den Juniorenverantwortlichen und den Tennistrainern zusammen zu arbeiten, damit diese in Zukunft mit ihren Junioren an die Limmattaler Meisterschaften kommen», blickt Koch voraus.

Neuer Modus beliebt

Gut angekommen sind dagegen die beiden Neuerungen, die bei der 46. Austragung erstmals durchgeführt wurden. Dass die schwächeren Konkurrenzen bereits am ersten Wochenende fertig gespielt wurden, die besten Spieler sich dabei aber für die Turniere vom zweiten Wochenende qualifizieren konnten, stiess auf offene Ohren. Genauso das Generationendoppel, das jungen Spielern den Einstieg in den Wettkampfsport erleichtern soll. «Wir sind überzeugt, dass dieser Modus der richtige Weg ist, um neue Wettkampfspieler zu gewinnen. Wir hoffen aber, dass wir das Turnier im nächsten Jahr offiziell über Swiss Tennis ausschreiben können, damit wir mehr Spieler anlocken können», sagt Koch.

Exhibitionsturnier soll offiziell werden

Fürs nächste Jahr will der neue Turnierleiter zudem das Exhibitionsturnier mit nationalen Spitzenpspielern, das auch in diesem Jahr wieder viele Zuschauer auf die Anlage des TC Weihermatt lockte, zu einem offiziellen N-Turnier machen. Alexander Sadecky und Raphael Lustenberger, die am Exhibitionsturnier mit grossartigen Ballwechseln für beste Unterhaltung sorgten, haben ihr Interesse an einer Teilnahme im nächsten Jahr bereits kundgetan.

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