Urdorf
Nationalliga-B-Damen des Tennisclubs Weihermatt starten in die neue Saison

Am Samstag können die Spitzenspielerinnen ganz vorne mitspielen.

Michel Sutter
Merken
Drucken
Teilen
Isabella Bellotti gehört zu jenen Spielerinnen, die dem TC Weihermatt erhalten geblieben sind. (Archivbild)

Isabella Bellotti gehört zu jenen Spielerinnen, die dem TC Weihermatt erhalten geblieben sind. (Archivbild)

Noch zwei Tage, dann schwingen die Spitzenspielerinnen des Tennisclubs Weihermatt, der im August sein 50-Jahr-Jubiläum feiert, wieder ihre Rackets. Am Samstag tritt das Nationalliga-B-Team gegen Zofingen an. In der vergangenen Saison holten sie gegen die Aargauerinnen ein 3:3-Unentschieden.

Im Vergleich zur letzten Spielzeit hat sich bei den Limmattalerinnen jedoch einiges verändert. So sind die vormaligen Spitzenspielerinnen Barbara Pinterova und Raluca Maria Ciulei nicht mehr dabei. Die beiden haben neuen Spielerinnen Platz gemacht. Neu sind etwa Leonie Küng und die Deutsche Lena Rüffer. Beide sind als N2 klassiert und damit besser als Pinterova (N3) und Ciulei Raluca (R1). In der WTA-Weltrangliste belegt Küng Platz 456 und Rüffer Platz 500. Küng gehört gar zum A-Kader von Swiss Tennis und Rüffer spielt bereits ihre dritte Saison für den TEC Waldau Stuttgart in der 1. Bundesliga in Deutschland. Mit Fiona Ganz, die neu ebenfalls als N2 geführt wird und dem B-Kader von Swiss Tennis angehört, hat der TC Weihermatt insgesamt drei Spielerinnen auf demselben Niveau.

Neu dabei sind auch die Schwestern Joanne und Sina Züger – beide sind als N3 klassiert –, Lisa Küng (N4) sowie Sarah Schärer (R1). Doch beim TC Weihermatt setzt man nicht nur auf Neuverpflichtungen. So bleiben dem Verein Jenny Dürst (N4), Lea Gietz (R1) und Isabella Bellotti (R1) erhalten, wobei Dürst verletzungsbedingt die ganze Saison ausfällt. Die wichtigste Spielerin ist aber Julia Grabher. Die Österreicherin hat in der WTA-Weltrangliste den Sprung unter die Top 200 geschafft, ist in Österreich die Nummer 2 und Mitglied des österreichischen Fed-Cup-Teams. Entsprechend ist sie auf der höchsten Stufe klassiert: auf N1. Auch sie spielt weiterhin für den TC Weihermatt, sofern es ihr Terminkalender zulässt. «Dank meinen Kontakten und jener meiner Tochter und natürlich auch durch glückliche Fügungen ist es uns gelungen, eine solche junge Spitzenmannschaft zusammenzubringen», sagt Trainer Renato Bellotti. «Es ist super, dass solche Spielerinnen bei uns sind.»

Änderungen beim Verein

Bellotti ist seit elf Saisons Trainer der Urdorferinnen und wird sie auch in der neuen Saison betreuen und führen. Er wird dafür mehr Zeit haben. Denn Bellotti hat auf diese Saison hin eine andere Aufgabe abgegeben. Nach drei Jahren gibt er sein Amt als Trainer der Tennisschule des TC Weihermatt ab. Diese hat er vor 30 Jahren selbst gegründet und bis vor drei Jahren geleitet, bevor er die Leitung an Caroline Cecchetto übertrug. Bellottis Trainerpensum an der Tennisschule wird künftig der Deutsche Frank Schmidt übernehmen.

«Caroline Cecchetto hat für ihre Schule einen neuen Trainer gesucht, der über eine Superausbildung verfügt», sagt Bellotti. «Mit Frank Schmidt hat sie jemanden gefunden, der in Deutschland zwei der höchsten Ausbildungen absolviert hat. Zudem hat er bei Swiss Tennis die Ausbildung Wettkampf B abgeschlossen.» Man habe noch nie einen Trainer auf diesem Niveau gehabt: «Wer Leistungstennis will so wie wir, braucht auf jeder Stufe einen hervorragend ausgebildeten Trainer. Caroline erhofft sich von ihm sehr viel im Nachwuchsbereich.» Schliesslich will sich der TC Weihermatt auch in Zukunft im nationalen Spitzentennis behaupten. «Das Nationalliga-B-Team soll der Nachwuchsförderung als Vorbild dienen», so Bellotti.

Das Ziel lautet Ligaerhalt

Genau genommen wird der Nachwuchs aber auch in der ersten Mannschaft gefördert. Das Durchschnittsalter des NLB-Teams beträgt 19 Jahre, insgesamt gehören neun Nachwuchsspielerinnen zum Kader. Ihnen bescheinigt Bellotti «grosses Zukunftspotenzial». Wie sind denn die Erwartungen für die neue Saison? «Natürlich können wir in Bestbesetzung vorne mitspielen, aber ich weiss vor jeder Begegnung jeweils erst kurzfristig, mit wem ich antreten kann», sagt Bellotti. «Daher ist unser Saisonziel der Ligaerhalt.»