Dann werden die Limmattalerinnen zum erlauchten Kreis der sechs besten Schweizer Teams gehören und gegen hochkarätige Gegnerinnen antreten. So waren in der vergangenen Saison etwa Timea Bacsinszky und Patty Schnyder in der Nationalliga A dabei.

Spielerinnen ähnlichen Kalibers kommen dann auch auf die Weihermatt. Die Urdorferinnen haben nämlich garantiert ein Heimspiel. Womöglich kommt sogar noch ein zweites hinzu, aber das ist noch nicht sicher. «Eine Tribüne haben wir jedenfalls», sagt Susanna Vanek, Kommunikations-Verantwortliche des TC Weihermatt. «Und auch sonst sind wir in Sachen Infrastruktur gut gerüstet, da müssen wir nichts machen.»

Einzig die sieben Sandplätze müssten vom Verband Swiss Tennis noch abgenommen werden, aber das sei auch schon in der Nationalliga B der Fall gewesen. Und ähnlich wie in der zweithöchsten Spielklasse fallen auch die Kosten für die Saison in der Nationalliga A aus. «Seitens Swiss Tennis haben wir keine höheren Kosten», sagt Vanek.

Coach der Aufsteigerinnen bleibt Renato Bellotti. Der 64-Jährige hat das Team schon während der vergangenen 13 Jahre betreut. Eine Mannschaft gecoacht hat er in der höchsten Schweizer Spielklasse noch nie; sein grösster Erfolg war bisher der Gewinn des Vize-Meistertitels mit einem U14-Team im Jahr 2002. «Für mich ist das eine tolle Sache», sagt Bellotti. «Ich freue mich sehr, dass ich die Mannschaft weiterhin betreuen darf.» Eine Mannschaft, die sich in der Aufstiegssaison souverän den Titel in der Nationalliga B gesichert hat.

Doch so klar, wie die Rangliste am Ende war, seien die einzelnen Partien nicht gewesen, so Bellotti: «Wir hatten am Anfang der Saison extrem umkämpfte Partien. Da hatten wir auch ein bisschen Wettkampfglück.»

Kein Kanonenfutter

Wettkampfglück hin oder her: Der TC Weihermatt hatte sich mit seiner Leistung einen Platz in der Nationalliga A gesichert. Danach ging es noch darum zu klären, ob man diese Herausforderung annehmen sollte. Und der Vorstand hat zugunsten der höchsten Liga entschieden. «Wir haben gedacht, wir sollten es versuchen, oben mitzuspielen», sagt Bellotti. «Wir wollen natürlich aber auch nicht Kanonenfutter sein.» Daher ist es gut möglich, dass sich das Team auf einigen Positionen verändern wird.

Der TC Weihermatt ist auf der Suche nach zusätzlichen Topspielerinnen. «Es ist klar: Auf der Position 1 braucht man in der Nationalliga A eine sehr starke Spielerin, damit man in dieser Spielklasse mithalten kann», sagt Bellotti. «Wir haben auch schon Kontakt zu Spielerinnen aufgenommen.» Konkret habe sich allerdings noch nichts ergeben. Der Grossteil des Teams wird allerdings bleiben, so Bellotti.

Familiäre Atmosphäre

Sowohl diejenigen Spielerinnen, die bleiben, als auch die neuen, werden ab der neuen Saison eine Spesenentschädigung erhalten. «Ein Startgeld, wie das andere Clubs machen, ist nicht vorgesehen», sagt Vanek. «Aber wir können dafür eine familiäre Atmosphäre bieten.» Diese hätten die Spitzenspielerinnen wie Julia Grabherr schon in der vergangenen Saison geschätzt.

«Und es war auch schön zu sehen, wie die Spielerinnen trotz internationaler Turniere dann nach Urdorf kamen und voll motiviert Interclub spielten, obwohl sie dafür keinen Lohn bekamen», so Vanek. Der Club selbst wird jedoch kein Geld in die Hand nehmen, um die Spesen der Spielerinnen zu finanzieren. «Dafür suchen wir jetzt Sponsoren und Gönner», sagt Vanek. Das seien vorwiegend Clubmitglieder und Gewerbetreibende.

Unabhängig davon, welche Spielerinnen zu den Limmattalerinnen stossen werden: Bellotti strebt in erster Linie den Ligaerhalt an. Dafür müsste man sich unter den fünf besten von insgesamt sechs Teams klassieren. «Wenn man unter die ersten Vier kommt, könnte man die Endspiele um
die Schweizer Meisterschaft bestreiten», sagt Bellotti. «Das wäre natürlich eine Riesensache.»