Weil Fabian Kiser in der Region keinen Verein dafür fand, schloss sich Kiser dem RMV Cham-Hagendorn an.

Erstmals auf sich aufmerksam machte er 2010 mit dem fünften Platz an den U17-Strassenmeisterschaften in Kriegstetten. Ein Jahr später geriet die Karriere ein wenig ins Stocken und Podestplätze blieben aus. Eine Erklärung: Kiser hatte eine Ausbildung als Zimmermann begonnen und Mühe bekundet, neben der körperlichen Arbeit weiterhin seine gewohnten Leistungen im Training und an Wettkämpfen abzurufen. Nach einer Eingewöhnungszeit und einem neuen Trainingsplan kam der Limmattaler, der mittlerweile in Wettswil wohnt, mit der Doppelbelastung immer besser zurecht.

2012 startete der 1,94 Meter grosse Athlet schliesslich durch: Er gewann unter anderem Silber an der Schweizer Meisterschaft im Zeitfahren und die U19-Kategorie am GP Osterhas in Affoltern am Albis. Dank dieser Leistungen wurde er in die U19-Nationalmannschaft berufen und qualifizierte sich für die Europameisterschaft. Dort wurde der im Vorfeld wegen einer Verletzung Beeinträchtigte 32. im Zeitfahren und erreichte im Strassenrennen das Ziel mit dem Hauptfeld (Rang 72 unter 180 Teilnehmern).

Das Ziel für 2013: Die Elite

Die neue Saison beginnt in drei Wochen, für Kiser ist sie keine leichte. «Das wird eine Art Zwischenjahr», erklärt er, denn: «Im Mai stehen die Lehrabschlussprüfungen an und im Sommer will ich die RS absolvieren.» Trotzdem setzt sich der Ehrgeizige anspruchsvolle Ziele. «Ich will mich für die Elite qualifizieren.» Dafür muss er während der kommenden Wochen fleissig Punkte sammeln. Ein gewisser Druck sei für ihn da, denn alles unter einen Hut zu packen, werde schwierig werden.

So oder so – nach dieser Zwischensaison will Kiser wieder voll angreifen. Glückt ihm die Qualifikation für die Elite, will er sein Arbeitspensum reduzieren und mehr auf den Sport setzen. «Mein langfristiges Ziel ist es, Profi zu werden», nennt Fabian Kiser seine Zukunftspläne. Er will damit Grégory Rast nacheifern, der ebenfalls seine Karriere bei Cham lancierte.