Handball
Nach der Niederlage gegen Schwamendingen stellen sich Fragen

Die Spieler von Dietikon-Urdorf blicken erneut auf eine durchwachsene erste Saisonhälfte zurück. Es ist fraglich, ob sie die bescheidene Ausbeute aus der letzten Saison noch erreichen können.

Raphael Biermayr
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Die Mimik von HCDU-Torhüter Josip Katicic spricht Bände. Quelle: bier

Die Mimik von HCDU-Torhüter Josip Katicic spricht Bände. Quelle: bier

Das Schlechteste kam zum Schluss. Im letzten 1.-Liga-Match des Jahres unterlag der HC Dietikon-Urdorf dem Schlusslicht und Aufsteiger Schwamendingen 28:29. Die Niederlage gegen einen eigentlichen Zweitligisten war an sich schon schwer verdaubar. Weit länger zu zehren dürften die Limmattaler während der fünfwöchigen Pause an den Fragen haben, die sie aufgeworfen hat.

Es sind keine neuen Fragen. Wieder einmal weiss man nicht, woran man bei den Limmattalern ist. 15 Wochen dauerte die Achterbahnfahrt: Nach zwei Siegen in den drei ersten Partien resultierten sechs Niederlagen, es folgten vier Erfolge und ein Remis. Dann gastierte Schwamendingen in der Stadthalle. «Wir waren zu wenig konsequent in der zweiten Halbzeit, neunzehn Gegentreffer sind neun zu viel. Ich kann nicht mehr tun als die Mannschaft davor zu warnen, den Gegner zu unterschätzen», sagte Spielertrainer Claude Bruggmann. Das erklärt die Pleite im letzten Match, die Gesamtsituation aber nicht. Auch der ehemalige NLA-Flügel wirkt ratlos ob des kuriosen Saisonverlaufs.

Am 7.Januar ist Wiederaufnahme des Trainings, mit dabei sind dann aller Voraussicht nach die aktuell rekonvaleszenten Christian Hilkinger und Luzi Tiefenauer. Ob Oliver Anderegg dannzumal wieder mittun kann, ist hingegen offen: Er kugelte sich gegen Schwamendingen in der Schlussphase die Schulter aus. «Auch das noch», kommentierte Spielertrainer Bruggmann schnaubend. Das Ziel für ihn und sein Team für die zweite Saisonhälfte muss lauten, die Marke von 22 Zählern aus der vergangenen Spielzeit zu toppen. Da aber nur noch sieben Matches auf dem Programm stehen, ist das ambitiös. Ein Sieg gegen Schwamendingen hätte das Bild fraglos freundlicher gestaltet.