Fussball
Nach dem Transfercoup wirds eng im Dietiker Mittelfeld

Der Erstligist Dietikon verpflichtet vier neue Spieler. Vor allem ein zuvor auf Malta engagierter Mittelfeldspieler hat es dem Trainer angetan. In der Verteidigung hingegen ist das Kader momentan eher dünn gesät.

Raphael Biermayr
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Von der 3. in die 1. Liga: Birmensdorfs Morris Donati.

Von der 3. in die 1. Liga: Birmensdorfs Morris Donati.

Raphael Biermayr

Goran Ivelj reibt sich die Hände. Dem Trainer des FC Dietikon ist nach eigener Aussage ein Transfercoup gelungen. Nikola Tasic heisst der Mann, der Ivelj in Freude versetzt. Der 25-jährige defensive Mittelfeldspieler ist auf Vermittlung von Ratko Cajic, dem Vater von FCD-Stürmer Zivko, auf die Dornau gewechselt. Er spielte zuvor in der höchsten Liga Maltas.

Der Serbe überzeugte bislang in Testspielen mit seinem Einsatz und seiner Spielintelligenz. Er soll im Aufbau Samir Kozarac ersetzen, der nach einer neuerlichen Sperre nicht mehr erwünscht war (die LiZ berichtete).

Ivelj ist nach der bisherigen Vorbereitung mit vier Spielen und vier Siegen auch von einem Altbekannten angetan: Luca Figlioli. «Er macht einen ganz starken Eindruck», lobt Ivelj den Mittelfeldspieler, der in der Vorrunde nicht über eine Ergänzungsrolle hinausgekommen war.

Die Plätze im Zentrum sind hart umkämpft, zumal zwei weitere Mittelfeldakteure verpflichtet worden sind: Der vormalige Birmensdorfer Morris Donati macht einen Sprung aus der 3. Liga drei Klassen höher, Jaime Bauza kommt vom Erstligisten Sursee. Nicht mehr im Kader ist hingegen Boris Dabic, der wohl wieder zurück nach Spreitenbach wechselt.

Lücken in der Abwehr

So stark die Limmattaler im Mittelfeld besetzt sind, so dünn gesät im Kader sind gelernte Abwehrspieler. Aussenverteidiger Raphael Candreia legt eine Pause ein, um dem Futsal (Hallenfussball) Vorrang zu geben. Seine Stelle könnte Neuzugang Aleksandar Miodragovic einnehmen, der zuletzt in Serbien gespielt hat. Ob er mit seinen noch nicht ganz 20 Jahren schon so weit ist, wird sich weisen.

Miodragovic wird sich wie Tasic während dreier Monate mit einem Touristenvisum in der Schweiz aufhalten (in Dietikon nennt man das «Sprachaufenthalt»), womit die beiden die gesamte Rückrunde zur Verfügung stehen.

Damit hat der FCD bislang sieben neue Spieler unter Vertrag genommen. Möglicherweise kommt ein achter dazu. Sportchef Pietro Iellamo hält sich bedeckt, wenn er vom «Mister X» spricht: «Wir wollten ihn schon im Sommer – doch dann wechselte er ins Ausland in die höchste Liga.»