Unihockey
Nach dem glorreichen Aufstieg folgt ein herber Abstieg

Limmattal steigt nach dem 11:3 und dem dritten Sieg in der Serie gegen die Waldenburg Eagles in die 1. Liga auf.

Michel Sutter
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Pascal Meier bejubelt einen Treffer.

Pascal Meier bejubelt einen Treffer.

Michel Sutter

Das Bier schwappte auf den Boden. Doch das war den Spielern von Unihockey Limmattal egal. Sie tanzten ausgelassen mit den Dosen in den Händen und jubelten ihren Fans zu, die an diesem Samstagnachmittag in der Zentrumshalle in Urdorf ihre Mannschaft noch lange feierten. Die Party hatte schon zwei Stunden zuvor begonnen.

Da waren zwischen Unihockey Limmattal und den Waldenburg Eagles zwar erst acht Minuten gespielt. Doch es stand bereits 4:0 für die Limmattaler. Dabei war die Anspannung beim Heimteam vor Spielbeginn gross gewesen, wie Lukas Wittwer zugab. «Einige von uns waren sehr nervös», verriet Wittwer, der mit seinen fünf Treffern der überragende Mann in den Reihen der Limmattaler gewesen war. «Aber die frühen Tore gaben uns Sicherheit.»

Und wie. Die Limmattaler liessen auch nach der 5:1-Führung zur ersten Drittelspause nicht nach. Nach einer halben Stunde führten sie mit 8:2. Am Schluss stand es 11:3, und in der Play-off-Serie 3:0. «Ich habe die Eagles vorher nicht gekannt», gestand Wittwer. «Aber ich hätte nicht gedacht, dass wir so klar gewinnen würden.» Auch Trainer Rico Polo war überrascht vom deutlichen Verdikt. «Ich wusste zwar, welches Potenzial die Mannschaft hat. Doch ich war nicht sicher, ob sie es auch abrufen könnte.» Schliesslich sei der Druck auf seinen Schützlingen gross gewesen: «Die Halle war voll, und wir hatten Angst, dass wir verlieren könnten.»

Mit dem Aufstieg endete auch die Ära von Polo bei Unihockey Limmattal. «Ich werde nächste Saison die Mannschaft nicht mehr trainieren», sagte er. Diesen Entschluss habe er schon vor dem letzten Spiel gefasst. «Das Traineramt und die anderen Verpflichtungen, die ich noch habe, sind mir fast zu viel geworden», erklärte er. «Es macht mich stolz, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist. Alle Spieler, auch die Ersatzspieler, haben ihren Job erfüllt.» Und sie haben ihrem Trainer mit dem Aufstieg ein schönes Abschiedsgeschenk beschert.