Eishockey

«Mutter sagte zu mir: ‹Cheer up, boy!›»

Trainer Hüni (Mitte): «Wir haben die Zuschauer unterhalten.»biermayr

Trainer Hüni (Mitte): «Wir haben die Zuschauer unterhalten.»biermayr

Nach der Niederlage im Endspiel um die 3.-Liga-Finalrunde bläst Urdorf-Trainer Dani Hüni kaum Trübsal. Die Gewissheit einer vielversprechenden Zukunft überragt.

Das Ende fällt unzweideutig aus. Nach dem 4:8 gegen Seewen ist die Saison für Urdorf zu Ende. EHCU-Trainer Dani Hüni konnte und wollte das Spiel seines Teams nicht schönreden. «Seewen war besser. Wir haben taktisch schlecht gespielt, konnten kaum etwas davon umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Zwar haben wir die Zuschauer unterhalten, leider reichte das nicht.» Er nahm am Tag danach zu den vier drängendsten Fragen Stellung.

Wie schaffte es Hüni, Goalie Sandro Fischer doch noch zum Weitermachen zu überreden? Der Keeper wollte nach dem zweiten Drittel und einem Lapsus nicht mehr weitermachen (siehe gestrige Ausgabe).

«Er hat sich in der Pause selbst gefangen. Wir brauchten keine Worte, um zu kommunizieren. Ich nickte ihm zu, er nickte zurück – da war die Sache klar.»

Was wirft sich der Trainer nach diesem Spiel vor?

«Vielleicht habe ich zu spät angefangen, aggressiv zu coachen. Vielleicht hätte ich Colin (Wiederkehr, Anm. d. Red.) hinten spielen lassen sollen. Vielleicht hätte ich das Time-out im zweiten Drittel nehmen sollen. Ich denke seit Spielschluss daran, was ich falsch gemacht habe. Eine Antwort darauf werde ich wohl nie erhalten.»

Wie war die Stimmung im Schwanen-Pub, wo die Mannschaft nach dem Match zusammensass?

«Wir haben bald über die Zukunft gesprochen; das war sogar schon in der Garderobe der Fall gewesen, nachdem uns der Vorstand zu der Saison gratuliert gehabt hatte. Es ist wichtig, nach vorn zu schauen. Als ich meiner Mutter von der Niederlage berichtete, sagte sie zu mir: ‹Cheer up, boy!› (Kopf hoch!) – eine weise Frau.»

Wie sieht die Zukunft aus?

«Nächste Woche laufen erste Gespräche, einige Spieler müssen entscheiden, ob sie noch eine Saison anhängen wollen. Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft zusammenbleibt, Mit Tobias Landis (bestritt bereits drei Matches in der abgelaufenen Saison) und Terence Roth (zuletzt Dübendorf-Junioren) stehen zwei Zuzüge fest. Ich würde gern Trainer dieses Teams bleiben; erste Signale zeigen mir, dass es auch gern mit mir weiterarbeiten würde.»

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