Nach drei Heimsiegen mussten die Limmattaler erstmals im diesjährigen Cup-Betrieb in der Ferne antreten und prompt kamen die Limmattaler beim SC Zollikon von Beginn weg nicht in die Gänge. Der SC Zollikon agierte mit viel Laufarbeit und machte den Limmattaler mit bissigem Zweikampfverhalten das Leben schwer.

Der FCOG hatte zwar mehr Ballbesitz, kam gegen die konzentrierten und kompakten Gastgeber jedoch kaum zum Abschluss. Das Heimteam hingegen vermochte mit hohen Bällen auf die schnellen Flügelspieler ein ums andere Mal für Gefahr zu sorgen. Genau aus einem solchen Angriff resultierte in der 24. Minute die verdiente Führung für den SC Zollikon, als der Stürmer aus halbrechter Position genau ins Weite Eck traf.

Die Limmattaler schienen geschockt und liessen das Heimteam weiter gewähren und ermöglichten mit vielen Eigenfehlern, dass der SC Zollikon sich weitere Chancen erspielen konnte. Glücklicherweise für den FCOG konnten sie diese nicht in Tore ummünzen. Somit ging es aus Geroldswiler Sicht mit einem schmeichelhaften 1:0 Rückstand in die Halbzeitpause.

Taktik und Biss gefragt

Nach einigen taktischen Umstellungen kamen auch die Gäste in der 2. Halbzeit endlich im Spiel an. Sie störten das Heimteam nun früher und verhinderten einen geordneten Spielaufbau. Das Team von Roger Balmer war plötzlich bissig, überlegen und spielte so, wie man sie von Beginn an erwartet hätte. Der Ausgleich durch Mike Wettstein (62.) war der frühe Lohn. Der polyvalent einsatzbare Wettstein drosch die Kugel vom Penaltypunkt in die Maschen.

Danach entwickelte sich ein Spiel, das auf beide Seiten hätte kippen können. Der FCOG wirkte leicht überlegen, musste dem Heimteam jedoch immer wieder gefährliche Angriffe zugestehen. Aus Sicht des FCOG scheitere erneut Wettstein mit einem herrlichen Lupfer an der Lattenoberkante. Erst mit der roten Karte gegen Zollikon (80.) – nach einem überharten Tackling an Pereira – schien der FCOG sein Ziel vom  Cup-Viertelfinale verwirklichen zu können.

Das Last-Minute Tor und die endgültige Bescherung kam jedoch erst tief in der Nachspielzeit. Mit einem letzten weiten Ball von Brandenberger suchte er den kleingewachsenen Pereira am weiten Pfosten und fand in tatsächlich. Der sonst eher mit dem Ball am Fuss starke Flügelstürmer versorgte das Leder mit einem herrlichen Kopfball im weiten Eck. Die Jubelstürme beim FCOG kannten dann keine Grenzen mehr. Kurze Zeit später erlöste der Schiedsrichter den FCOG und Pfiff die Partie ab. Der FC Oetwil-Geroldswil steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Cup-Viertelfinal.

Lange hatte es für den FCOG heute nicht gut ausgehen. Mit ihrem starkem Kollektiv und dem starken Willen fanden sie aber auch heute einen Weg zum Sieg.

SC Zollikon – FC Oetwil-Geroldswil 1:2 (1:0)

Sportanlage Riet – 100 Zuschauer – Tore: 24. 1:0, 62. Wettstein 1:1, 92. Pereira 1:2

FC Oetwil-Geroldswil: Wendelspiess, Bieri (35. Marquart), Lutz, Credaro (45. Brandenberger), Geiger, Angstmann, Niederhäuser, Bozova, Pereira, Wettstein, Steuble (70. Schiegg)