«Ich habe die Thuner beobachtet und in dieser ausgeglichenen Poule ist alles möglich», betonte Schlieren-Trainer Roger Gutweniger vor der Partie. Von Beginn an tasteten sich die beiden Teams gegenseitig ab. In der 18. Minute gingen die höherklassigen Berner Oberländerinnen in Front, als Captain Andrea Michel mit einem platzierten Flachschuss zum 0:1 traf.

Die Thuner vermochten zuzusetzen und nur vier Minuten später hiess es bereits 0:2, als Virgina Zumstein von einer Unsicherheit in der Schlieremer Defensive profitierte. Die Thuner zeigten sich zweikampfstark und kombinierten gefällig, wogegen Schlieren konsterniert wirkte. Die Folge war der dritte Thuner Treffer in der 31. Minute. Schlieren-Trainer Gutweniger reagierte und brachte mit Marina Radulovic eine frische Kraft in Spiel und bewies so ein geschicktes Händchen. Mit ihrem Treffer kurz vor der Pause liess der Joker die Einheimischen wieder hoffen.

Schlieren kam wie verwandelt aus der Kabine und strebte den Anschlusstreffer an. In der 68. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einer regelwidrigen Intervention von Janine Stucki an Ramona Trajkovska zurecht auf den Penaltypunkt und Shiela Loosli liess sich mit ihrem zehnten Saisontreffer nicht zweimal bitten. Schlieren witterte Morgenluft und erhöhte den Druck auf das Berner Gehäuse. In der 74. Minute der erlösende Ausgleichstreffer, als Rahel Lattmann auf Vorarbeit von Patrizia Dreyer das runde Leder ins Netz bugsierte. Vier Minuten vor Spielschluss sorgte Dreyer mit dem 4:3-Siegtreffer für die grosse Wende und den Sieg. «Bei unseren Gegentreffern stand die Defensive schlecht.

Doch nach der Pause wollten wir den Sieg anstreben, was uns mit einer starken Mannschafts- und Willensleistung auch gelungen ist», so Gutweniger. Ist der FC Schlieren bereit, nach zwei Jahren wieder in die höchste Schweizer Spielklasse aufzusteigen? «Wir probieren es und stehen keineswegs unter Druck. Dabei dürfen wir auf die Unterstützung im Verein zählen.», sagte der Coach weiter.