Faustball
Mit einem blauen Auge davongekommen

Mit einem Fünfsatz-Krimi gegen Ettenhausen und einem souveränen Sieg gegen Rebstein qualifizieren sich die Schlieremerinnen vorzeitig für die NLA-Finalrunde.

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Schwungvolle Abwehr: Schlierens Patricia Koruna. Archiv

Schwungvolle Abwehr: Schlierens Patricia Koruna. Archiv

Die Limmattalerinnen zeigten in der Startphase gegen Ettenhausen eine durchzogene Leistung: Sie spielten zwar angriffig, leisteten sich aber zu viele Fehler. Statt das Zepter in die Hand zu nehmen, liessen sie sich verunsichern. Obwohl Schlieren immer wieder versuchte sich heranzukämpfen, vermochte es den eingehandelten Rückstand nicht mehr wettzumachen.

Angriff wurde druckvoller

Der erste Satz ging mit 11:8 an den Gegner. Im zweiten Durchgang starteten die Schlieremerinnen etwas besser – der Angriff wurde druckvoller. Ettenhausen wollte zulegen, begann dann aber mit Eigenfehlern. So konnten die Limmattalerinnen den zweiten Satz mit 11:8 nach Hause spielen.

Anstatt den Schwung in den dritten Durchgang mitzunehmen, zeigte vor allem die Abwehr Schwächen. Die Bälle in die Flanke bereiteten den Spielerinnen immer wieder Mühe, und da der Angriff weiterhin fehleranfällig war, musste Schlieren den dritten Satz mit 7:11 Ettenhausen überlassen. Im vierten Satz zeigte sich die Defensive wieder etwas stabiler und somit konnten die Schlieremerinnen wieder aufdrehen. Mit 11:7 schafften sie den Satzausgleich.

Sie gaben nicht auf und kämpften um jeden Punkt

Im Entscheidungssatz wollten sie sich gleich von Beginn an absetzen. Doch es kam ganz anders: Mit Angriffen in die Seite erspielten sich die Ettenhauserinnen Punkt um Punkt. Beim Stand von 1:6 wurden die Seiten gewechselt. Nun kam die Stärke der Schlieremerinnen zum Zuge: Sie gaben nicht auf und kämpften um jeden Punkt. Dies zahlte sich aus. Ettenhausen nahm auf einmal mehr Risiko und die Angriffe landeten im Aus. Die noch führende Mannschaft spielte nervös und war fehleranfällig. Dieses Geschenk nahmen die Limmattalerinnen dankend an und setzten sich mit 10:7 ab. Sie holten den Satz mit 11:8 und gewannen das Spiel mit 3:2 – gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen.

Klare Verhältnisse gegen Rebstein

Das zweite Spiel gegen Rebstein ist schnell erzählt. Die Rheintalerinnen kämpften beherzt, konnten aber nicht genug Druck erzeugen, um die Limmattalerinnen ernsthaft zu gefährden, die sich diskussionslos mit 3:0 durchsetzten

Kämpferisch zeigten die Limmattalerinnen eine starke Leistung, doch spielerisch müssen sie sich im Hinblick auf die Finalrunde, für die sie sich mit den beiden Siegen vorzeitig qualifiziert haben, noch verbessern.

Männer im Tabellenkeller

Die Schlieremer NLB-Faustballer hatten gegen Deitingen und Neuendorf Mühe und verloren beide Partien mit 1:3. Die Limmattaler bilden mit Null Punkten aus fünf Spielen das Schlusslicht der NLB-Tabelle und werden wohl auch gegen Olten und Wigoltingen schweres Spiel haben. (Liz)