FC Winterthur
Mit dem Kursschiff zum Auswärtsspiel nach Rapperswil– «das kommt nicht häufig vor»

Fans des FC Winterthur reisen Samstag mit dem Kursschiff zur Partie gegen Rapperswil. Die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft hat keine Bedenken.

Michael Wenzler
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GAETAN BALLY

«Alli mit em Schiff uf Rappi»: Dazu ruft der Fanrat des FC Winterthur (FCW) auf der Website des Klubs auf. Am Samstag spielt der FCW zum ersten Mal in der Geschichte der Challenge League gegen den Liga-Neuling FC Rapperswil-Jona. Ein neuer Gegner, ein neuer Ort, ein neues Stadion – all das hat den Fanrat dazu bewogen, auch einen anderen Anreiseweg auszuprobieren als sonst. Am Samstag Nachmittag wird sich deshalb eine Fangruppe auf dem Bürkliplatz in Zürich einfinden und um 15.30 Uhr mit dem Kursschiff nach Rapperswil ablegen.

«Wir erwarten 200 bis 250 Personen», sagt der Fanverantwortliche Martin Freuler auf Anfrage. Er fügt allerdings hinzu, dass es schwierig sei, eine Prognose zu machen, da der Aufmarsch von vielen Faktoren abhänge. Die Ferienzeit sowie das Auftaktspiel der Saison, das der FCW gegen Wohlen verloren hat, würden eher für etwas weniger Teilnehmer sprechen. Das gute Wetter sowie die Schifffahrt wiederum könnten zusätzlich Personen mobilisieren.

So oder so: «Man wird auf dem Schiff sicher merken, dass Fussballfans da sind», sagt Freuler. Andere Passagiere wolle man aber nicht vergraulen. «Uns muss niemand ausweichen.» Der Fanrat habe mehrere Massnahmen getroffen, damit die Reise möglichst reibungslos ablaufe und andere Passagiere wenig gestört würden. So seien die SBB und die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) über die Pläne informiert. Fanbegleiter würden während der Reise darauf Acht geben, dass die FCW-Anhänger «die Spielregeln einhalten».

Bereits ab Winterthur reist ein Team mit, das Abfall einsammelt. «Ich glaube nicht, dass es Probleme geben wird», sagt Freuler. «Das Ziel muss sein, dass wir auch das nächste Mal wieder mit dem Schiff nach Rapperswil anreisen können.»

Kein zusätzliches Personal

Die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) sieht ebenfalls keine Probleme beim Transport der Fussballfans, wie Mediensprecherin Conny Hürlimann auf Anfrage sagt. Es werden keine speziellen Massnahmen getroffen. Das Schiffspersonal werde nicht aufgestockt. «Auf der MS ‹Limmat›, die morgen auf diesem Kurs eingesetzt ist, besteht die Schiffscrew aus vier Personen.» Die 500 Sitzplätze dürften sowohl für die Fussballfans als auch für die übrigen Passagiere ausreichen. Ungewohnt ist die Fahrt für die ZSG aber schon. «Das kommt nicht häufig vor», so Hürlimann.

Vor zehn Jahren reisten beispielsweise die Fans des FC Zürich mit dem Schiff an ein Cupspiel in Herrliberg. Die Fahrt auf dem Zürichsee hatte allerdings nicht nur Ausflugscharakter. Sie war den Fans auch aus Verkehrs- und Sicherheitsgründen auferlegt worden. Schwierigkeiten bereiteten die FCZ-Fans nicht, und auch von den Winterthurern dürfte dies nicht zu erwarten sein.