Fussball
Mijovic erlöst die Schlieremer Fussballerinnen in der letzten Minute

Die Schlieremer NLA-Fussballerinnen gewinnen zu Hause gegen Rapid Lugano mit 3:1 und hieven sich mit diesem Meisterstück über den Strich der Auf-/Abstiegsrundentabelle.

Maila Bermejo
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Schlierens Sanja Mijovic (rechts) feiert ihren zweiten Treffer mit Romana Trajkovska.

Schlierens Sanja Mijovic (rechts) feiert ihren zweiten Treffer mit Romana Trajkovska.

Maila Bermejo

Wo man auch hinsah, strahlende Gesichter. Ein viel zu seltenes Bild, das sich nach der Partie gestern auf dem Zelgli jedoch von seiner schönsten Seite zeigte. «Nachdem ich letzte Woche gegen Schwyz gepatzt hatte, war ich der Mannschaft etwas schuldig», gab die Doppeltorschützin Sanja Mijovic mit einem breiten Lachen zu Protokoll.

«Aber es ist nicht wichtig, wer die Tore schiesst, das Team hat heute geschlossen eine Top-Leistung gezeigt.» Auch FCS-Trainer Mircea Schaich stand die Erleichterung im Gesicht geschrieben: «Ich hab’s immer gesagt: dran bleiben, dran bleiben, dran bleiben. Dann stimmt irgendwann auch das Resultat.»

Schön und effizient

Die Limmattalerinnen schienen den Rat ihres Trainers beherzigt zu haben. Von Anfang an machten sie Druck auf den Gegner aus dem Tessin. Gute Seitenwechsel, präzise Zuspiele und der absolute Wille, die ersten Bälle zu holen, prägten das Schlieremer Spiel.

Doch diesmal war es nicht nur schön, sondern auch effizient: In der 9. Minute bediente Nadine Baker nach einem herrlichen Doppelpass mit Jessica Berger Mijovic, die zur verdienten 1:0-Führung verwertete. Doch der Höhenflug wurde schon in der 21. Minute durch die Ex-Zürcherin Cora Canetta gestoppt. Es stand 1:1, die Partie war neu lanciert.

Schlieren liess sich nicht entmutigen. Romana Trajkovska und Berger mühten sich an den Seitenlinien ab und konnten sich im Minutentakt in Szene setzen. Die zwei besten Aktionen gingen in der Folge denn auch von den beiden Flügeln aus: in der 26. Minute lancierte Trajkovska Baker, deren Abschluss etwas zu schwach geriet, zehn Minuten später kam die stark aufspielende Münevver Akyol auf Zuspiel von Berger zu einer Chance.

Doch der Ball zappelte erst wieder im Netz, als die Tessiner Torhüterin Mijovic im Strafraum nur noch regelwidrig stoppen konnte und Patrizia Dreyer den Elfmeter zu 2:1-Führung verwertete (35.).

Erlösung in letzter Minute

Nach dem Wiederanpfiff stürmten die Schlieremerinnen beinahe pausenlos in Richtung gegnerisches Tor. Doch der beruhigende dritte Treffer wollte partout nicht fallen. Ab der 80. Minute setzten die Tessinerinnen zu einer Schlussoffensive an, in der vor allem Margaux Kalberer und Patrizia Dreyer Schlimmeres verhindern konnten. Erst in der letzten Spielminute erzielte Mijovic auf Zuspiel der eingewechselten Milena Vujevic das erlösende 3:1.