Karate
Melinda Mark lässt an ihren ersten Elite-EM aufhorchen

Die Schweizer Karatekas kehrten mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen aus Ungarn zurück – und mit einer zufriedenen Debütantin. Die Urdorferin Melinda Mark platzierte sich bei ihren ersten Elite-EM auf Platz 7 in der Kata.

Carla Stampfli
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Melinda Mark im Schattenkampf.

Melinda Mark im Schattenkampf.

Limmattaler Zeitung

«Mein Ziel war eigentlich, die erste Runde zu überstehen. Ich dachte nicht, dass ich gleich so weit nach vorne kommen würde», freut sich die Schweizer Meisterin. Die erste Hürde meisterte Mark gegen die Konkurrentin Ilaria Melmer bravourös. Die Luxemburgerin, die im Januar an der Premier League in Paris noch den dritten Rang erreichte, unterlag der Schweizerin mit 0:1. Das Ziel war erreicht, der Weg zu einer guten Platzierung offen.

Jedoch wartete auf die Urdorferin in der zweiten Runde eine hartnäckige Gegnerin: keine Geringere als die amtierende Europameisterin und Weltmeisterschaftsdritte Yaiza Martin Abello. Die beiden zeigten ausgezeichnete Darbietungen, das Kampfgericht entschied sich schlussendlich für die Europameisterin. Die Spanierin kämpfte sich anschliessend bis in den Final vor und bestätigte ihre Vormachtstellung gegenüber der Italienerin Valeria Bottaro mit dem erneuten Titelgewinn.

Für Melinda Mark war die Meisterschaft nach der Niederlage gegen die Spanierin nicht zu Ende, im Gegenteil: Dank dem Trostlauf erhielt sie eine weitere Chance, ihre Stärke zu zeigen. «In der Trostrunde habe ich den ersten Kampf gewonnen. Den zweiten aber verloren und mich somit auf den siebten Rang platziert», schildert die 18-Jährige. Sie musste sich der Dritten der letzten Junioren-Europameisterschaften, Anna Kreshchenko, mit 0:5 Punkten geschlagen geben.

Das Fazit der Limmattalerin fällt positiv aus: «Ich habe alles gegeben und bin sehr zufrieden. Es war ja auch meine erste Elite-EM», erklärt die Athletin der Ken Shi Kai Karateschule Schwamendigen. Ihr nächstes grosses Ziel sind die kommenden U21-WM. Die Selektionen werden zwar erst im Juni gemacht, «doch die Chancen stehen gut, dass ich nach Spanien gehen kann», sagt Mark. Dort will sie beweisen, dass sie auch mit der Weltelite mithalten kann.