Triathlon

«Meine Leistung gab den Ausschlag»

«Meine Leistung gab den Ausschlag»

«Meine Leistung gab den Ausschlag»

Es ist die verdiente Krönung einer erfolgreichen Saison. Denn obwohl Patrick Rhyner erst seit einem Jahr intensiv Triathlon trainiert, ist er nun in die Nationalmannschaft aufgenommen worden.

Patrick Rhyner, Gratulation zu diesem Erfolg. Wie fühlen Sie sich?

Patrick Rhyner: Sehr gut, vielen Dank. Ich freue mich sehr darüber.

Haben Sie aktiv auf sich aufmerksam gemacht oder wurden Sie angeworben?

Rhyner: Aktiv war ich an den Rennen. Der Trainer der Elite-Nationalmannschaft, Iwan Schuwey, hat mich vor einer Woche angerufen und mir die frohe Botschaft mitgeteilt.

Kam dieses Telefonat überraschend oder hatten Sie es erwartet?

Rhyner: Sagen wir mal, ich habe es mir erhofft...und habe es auch ein bisschen erwartet, wenn ich ehrlich bin. Aber da war auch immer eine gewisse Unsicherheit dabei, ob meine Leistungen auch von den Verantwortlichen bemerkt werden.

Sie haben eine starke Saison hin-ter sich. Warum wurden Sie denn nicht früher einberufen?

Rhyner: Die Kader werden nur einmal pro Jahr, im November, selektioniert. Meine Leistungen waren letztes Jahr noch nicht genügend gut. Diese Saison konnte ich mich hingegen steigern.

Was glauben Sie denn, was letztlich den Ausschlag gegeben hat?

Rhyner: Eindeutig die Leistung. Wenn diese stimmt, dann spielen auch die anderen Faktoren wie die Sympathie keine Rolle mehr, dann ist man einfach dabei.

Welche Auswirkungen hat die Aufnahme ins Nationalkader für Sie konkret? Kriegen Sie nun ein Sponsorenauto?

Rhyner: (lacht) Schön wäre es! Früher war das so, der Verbandssponsor VW ist jedoch vor zwei Jahren abgesprungen. Nun bin ich privat auf der Suche nach einem Autosponsor. Das ist jedoch gar nicht so einfach. Über die weiteren Auswirkungen habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Grosse Hoffnungen kann man aber als Triathlet in der Schweiz nicht haben. Ich werde wohl weiterhin Teilzeit arbeiten und zu Hause bei den Eltern wohnen müssen.

Wie geht es nun weiter? Wann kann man Sie zum ersten Mal im Nati-Dress bewundern?

Rhyner: Genau weiss ich das auch noch nicht. Am 7.Dezember fahre ich nach Magglingen für Leistungstests und ärztliche Untersuche. Dort kriege ich auch alle weiteren Informationen.

Sie bilden mit dem Triathlet Marc-Yvan de Kaenel ein Team. Werden Sie diese Zusammenarbeit trotz Engagement in der Nationalmannschaft weiterführen?

Rhyner: Die Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft sollte keine Auswirkungen auf unsere Zusammenarbeit haben. Natürlich werden wir weiter zusammen trainieren. Wir sind im Moment daran, die neue Saison zu planen, und sitzen mit den Sponsoren zusammen. Aber da ich bis zum Dezember nicht weiss, wo und wann ich für die Nati bereitstehen muss, müssen wir flexibel sein.

Und was machen Sie bis dann? Die Ruhe vor dem Sturm geniessen?

Rhyner: Nein auf keinen Fall, ich habe bereits pausiert und trainiere nun seit drei Wochen wieder intensiv. Im Winter steht der Triathlon in der Schweiz zwar still, aber dafür gibt es genügend Strassenläufe, die man absolvieren kann.

In der vergangenen Saison haben Sie sich ja auf ihre schwächste Disziplin, das Schwimmen, konzentriert. Was ist nun an der Reihe?

Rhyner: Das geht nicht so schnell, das Velofahren und das Laufen dürfen natürlich gleichzeitig nicht vernachlässigt werden. Ich beschäftige mich weiterhin intensiv mit dem Schwimmen. Ebenso wird das Lau-fen etwas ausgebaut. Ich bin noch lange nicht an meinem Ziel angekommen und muss noch viel lernen. In ein paar Jahren sehen wir weiter. (lacht)

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