Zürich Marathon
Marathon-Läufer Boll: «Ich wusste, wozu ich fähig bin»

Der 18-jährige Uitiker Pascal Boll gewinnt am Zürich Marathon die Kategorie M18 mit einer Zeit von 3:08.35 Stunden. Der angehende Wirtschaftsstudent, der zuerst noch die Rekrutenschule als Durchdiener absolvieren wird, konnte sich bei seinem ersten Start in Zürich als Sieger feiern lassen.

Luca Muntwyler
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Pascal Boll läuft bei garstigen Witterungsverhältnissen am ZürichMarathon und ist zufrieden mit seiner gelaufenen Zeit. ZVG

Pascal Boll läuft bei garstigen Witterungsverhältnissen am ZürichMarathon und ist zufrieden mit seiner gelaufenen Zeit. ZVG

Pascal Boll, was bedeutet dieser Sieg für Sie?

Pascal Boll: Ich habe schon Freude. Obwohl man sieht, dass in der nächsten Alterskategorie die schnellste Zeit deutlich besser ist als in meiner. Die Läufer mit Jahrgang 1992 sind nur wenig älter und liefen trotzdem fast eine halbe Stunde schneller. Wenn die Kategorien nicht so aufgeteilt wären, wäre das Resultat sicher anders ausgefallen. Aber wie gesagt habe ich grosse Freude, gleich bei der ersten Teilnahme das Rennen zu gewinnen. Es war eine gute Erfahrung, obwohl die Wetterbedingungen nicht optimal waren.

Es war Ihr erster Start in Zürich. Was haben Sie sich vor dem Rennen vorgenommen?

Ich wusste vor dem Start gar nicht, wie die Alterskategorien aufgeteilt waren, deshalb kommt der Sieg schon ein wenig überraschend. Mein Ziel war es, um die 3:30 oder 3:40 zu laufen. Mit meiner Zeit von 3:08 bin ich also sehr zufrieden. Man konnte schon aus dem Training ablesen, dass ich gut drauf bin, aber da man in der Vorbereitung auf einen Marathon nie die ganze Strecke rennt, hat die Vergleichszahl gefehlt. Doch ich wusste, wozu ich fähig bin.

Wie haben Sie sich auf den Lauf vorbereitet?

Natürlich mit viel Rennen. Aber ich habe auch andere Ausdauer-Sportarten betrieben und sass oft auf dem Velo. Dazu habe ich Intervall-Trainings und «Long Jog»-Einheiten absolviert. Dies sind Läufe bis zu 30 Kilometer, die man eher langsam und mit niedriger Herzfrequenz rennt. Das Intervall-Training dient dem Tempoaufbau. Ausserdem habe ich auch stark auf Grundlagenausdauer gesetzt, um lange durchhalten zu können.

Wie geht es nun weiter?

Grosse Pläne habe ich noch nicht. Ich habe aber schon Gedanken an weitere Wettkämpfe, auch auf Triathlon-Basis.