2. Liga Handball

Löchrig wie ein Emmentaler Käse – HCDU mit klarer Niederlage

Zufriedenheit sieht anders aus. Jan Sedlacek, seit dieser Saison Trainer des HC Dietikon-Urdorf, ist alles andere als angetan von der Leistung seiner Mannschaft gegen den TV Uster. Am Ende verlor der HCDU überraschend deutlich mit 20:27.

Die Limmattaler taten sich sehr schwer im Angriff und vergaben Chance um Chance. Kam hinzu, dass sie in der Verteidigung nicht konsequent genug ans Werk gingen, was die Gäste in der ersten Halbzeit gekonnt ausnutzten. Mit einer 13:11-Führung gingen die Ustermer in die Garderobe. Und dies obwohl sie aufgrund der Tabellensituation – der HCDU steht auf Platz eins, die Ustermer auf Rang neun – die klaren Aussenseiter waren.

Es ist die erste Saison seit der Vereinsgründung 1993, die der HCDU in den Niederungen der 2. Liga austrägt. Dies nach dem Abstieg in der vergangenen Saison. Von einem direkten Wiederaufstieg wollte man bei den Limmattalern vor dem Saisonstart nicht sprechen. Nicht zuletzt deswegen, weil die Mannschaft sich kaum auf die Meisterschaft vorbereiten konnte. „Unsere Vorbereitung dauerte gerade mal zwei Wochen und es waren längst nicht alle Spieler dabei“, sagt Sedlacek.

Aufstieg hat nicht Priorität

Trotzdem grüssen die Limmattaler aktuell von der Tabellenspitze. Mit sieben Siegen, einem Unentschieden und nur zwei Niederlagen stand der HCDU vor dem Duell mit dem TV Uster zu Buche. „Es ist sicher nicht nur Glück, dass wir auf Platz eins stehen. Es wird aber ein hartes Stück Arbeit, wenn wir den ersten Platz verteidigen wollen.“ Dieser Aussage ist zu entnehmen, dass die Rückkehr in die 1. Liga nach wie vor nicht das oberste Ziel ist.

„Der Aufstieg hat nicht Priorität. Sollten wir an der Spitze bleiben, nehmen wir den Aufstieg natürlich gerne. Ich sehe diese Saison aber vor allem als Vorbereitung fürs nächste Jahr. Wir sind mental noch nicht auf der Höhe und fallen immer wieder in alte Muster zurück“, so Sedlacek. Seine Spieler seien zu oft nur auf sich selbst fokussiert und würden einander nicht helfen. Zudem fehle ihnen oftmals der Mut, Verantwortung zu übernehmen, führt der Trainer weiter aus.

Klare Niederlage

Die beiden letztgenannten Probleme konnten in der zweiten Halbzeit gegen Uster wiederholt beobachtet werden. Aus dem 11:13 zur Halbzeit wurde lediglich zwölf Minuten später ein 13:20. In der Offensive fehlte dem HCDU jegliche Durchschlagskraft und im Gegenzug konnten sich die Ustermer viel zu einfach durch die Hintermannschaft der Hausherren kombinieren. „Unsere Verteidigung war löchrig wie ein gut gereifter Emmentaler Käse“, meinte Jan Sedlacek dazu. Am Ende verlor der HCDU überraschend deutlich mit 20:27. 

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