Unihockey
Limmattals Spektakelspiel gegen Lenzburg wird nicht belohnt

Nach dem 11:4-Auftaktsieg von Unihockey Limmattal in Olten war man gespannt. Doch in Lenzburg mussten sie sich dem Heimteam letztlich mit 7:9 geschlagen geben. Die Niederlage wäre vermeidbar gewesen.

Patrizia Obrist
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Fabian Gautschi macht Dampf.
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Yannick Miller (rechts)
Sven Eckert spielt einen Pass
Lorenz Kern (rechts) im Laufduell
Das Limmattaler Team kämpfte beherzt, musste sich dann aber doch gegen Lenzburg geschlagen geben

Fabian Gautschi macht Dampf.

Auch wenn die Gäste in allen drei Dritteln beherzt kämpften, musste sich das Limmattaler Team dem Heimteam letztlich mit 7:9 geschlagen geben. «Dass wir ohne Punkte heimfahren müssen, tut weh», ärgerte sich Limmattals neuer Trainer Lukas Kunz nach dem Schlusspfiff.

Tatsächlich war die Niederlage vermeidbar gewesen. Zwar ging Lenzburg bereits nach 51 Sekunden in Führung und hatte nach etwas mehr als zehn Minuten auf 3:0 erhöht. Doch Limmattals Michael Hunziker hielt sein Team im Spiel, indem er nach einer knappen Viertelstunde zum 3:1 traf.

Obwohl die Gäste den Ausgleich suchten und auch immer wieder Tore erzielten, konnten die Aargauer über lange Zeit stets einen Zwei-Tore-Vorsprung verwalten – bis zur 31. Minute, als Roger David der Anschlusstreffer zum 5:6 gelang. Fünf Minuten später erhöhten die Gastgeber bei einer fünfminütigen Überzahl bereits wieder auf 7:5.

Dramatik pur im letzten Drittel

Im letzten Drittel waren knapp elf Minuten gespielt, als wieder Hunziker sein Können zeigte und zum 7:6 traf. Als Lenzburg fünf Minuten vor Ende auf 8:6 erhöhte, setzte Limmattal alles auf eine Karte. Ab der 57. Minute spielte das Team von Trainer Kunz teilweise mit einem sechsten Feldspieler und richtete seinen Fokus nur noch aufs gegnerische Tor. Tatsächlich gelang abermals David der Anschlusstreffer – 25 Sekunden vor Schluss.

Praktisch im Gegenzug schlug Lenzburg nochmals zu und sicherte sich mit einem Schuss ins leere Tor den Sieg. Obwohl frustriert über die Niederlage, fasste sich Kunz schnell wieder und meinte: «Ich bin stolz auf das Team. Sie haben in diesem schwierigen Spiel Charakter gezeigt und nie aufgegeben. Wir alle wissen, dass wir auf einem guten Wege sind.»

Nach zwei Runden steht der Verein aus dem Limmattal auf dem vierten Tabellenrang und bestreitet sein nächstes Spiel gegen Deitingen, welches Langenthal Aarwangen II mit 4:2 geschlagen hat. Was die Gruppe im Allgemeinen betrifft, sieht Trainer Kunz Positives: «Die Teams sind von der Stärke her relativ ausgeglichen. Wir haben nach wie vor Verbesserungspotenzial, werden von Spiel zu Spiel besser.»