Hoch motiviert und mit einem vielversprechenden Beginn starteten die Limmattaler in das 2.-Liga-Match. Schon im ersten Einsatz nach dem ersten Freistoss konnte Kern mit dem ersten Schuss aufs Tor die Limmattaler 1:0 in Führung bringen. Leider konnten die Limmattaler nicht nahtlos an die ersten Minuten anknüpfen. Das physisch auftretende Eschenbach verstand es, die Räume für die Limmattaler extrem eng zu machen und schaltete mit einem enormen Tempo von Defensive auf Offensive. Vor der ersten Drittelpause mussten die Limmattaler zuerst den Ausgleich und dann noch das 1:2 hinnehmen.

Überzeugt, dieses Eschenbach schlagen zu können, startete man ins zweite Drittel. Leider passte gegen vorne wiederum nicht sehr vieles zusammen und man musste sich vermehrt in Unterzahl gegen die Eschenbacher wehren. Nach einer Strafe wegen Haltens gegen Gilles Meier erwischte den Gegner diesen nach dem Pfiff mit einem ungeahndeten Ellenbogenschlag im Gesicht und Meier fiel darauf mit einer Platzwunde und brummemden Schädel aus.

Zu allem Übel kassierten die Limmattaler in Unterzahl das 1:3. Nur kurze Zeit später, nachdem die Limmattaler endlich begannen, das kämpferische und physische Spiel der Eschenbacher anzunehmen, bekam Püntener eine fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe. Durch die aufquellenden Emotionen, verursacht durch die Unzufriedenheit mit der schwachen Teamleistung und durch den Glauben, in dieser Situation klar benachteiligt worden zu sein, kassierte Püntener gleich noch eine Strafe.

Die erste der zwei Strafen konnte Eschenbach wiederum zu einem Tor ausnutzen und lag nun mit drei Toren in Führung. Als die Limmattaler danach ihr zweites Powerplay des Spiels absolvieren konnten, kam man durch eine schöne Kombination, abgeschlossen von Miller, wieder an den Gegner heran.

Unglücklicherweise beträgt im Unihockey die Spielzeit pro Drittel 20 Minuten, und die Limmattaler hätten wohl sehr gerne auf die letzte in diesem zweiten Drittel verzichtet. Innerhalb von wenigen Sekunden erhielt man zwei unnötige Gegentore, beide Male auf Grund individueller Fehler, und musste mit einem 2:6 in die Garderobe.

Sich auf diese schwache Art und Weise aus dem Playoffkampf zu verabschieden, wollte man definitiv nicht hinnehmen und Limmattal fand endlich besser ins Spiel. Obwohl man sich im dritten Drittel mehrheitlich im Ballbesitz befand, konnten die Limmattaler sich kaum gefährliche Torchancen erarbeiten und die Zeit rann langsam aber sicherlich davon.

Spätestens nach zwei weiteren Gegentoren, beide Male erzielt mittels Penalty, war das Spiel zu Gunsten der Eschenbacher entschieden. Trotz der aussichtslosen Situation steckten die Limmattaler nicht zurück und kamen doch noch zu zwei Torerfolgen durch Benz und Hunziker, mussten aber auch noch das neunte Gegentor hinnehmen.

Im letzten Drittel hat man gezeigt, dass in diesem Spiel sicherlich mehr drin gewesen wäre, hätte man die Leistung von Beginn weg abrufen können. Da man dies jedoch klar verpasst hatte, ist diese Niederlage verdient und der Traum der Aufstiegsplayoffs muss wohl um ein weiteres Jahr verschoben werden.

Im nächsten Spiel gegen das drittplatzierte Hünenberg hat man nochmals die Chance zu zeigen, dass man in diesem Spiel unter Wert geschlagen wurde. Ebenfalls kann Limmattal die Niederlage aus dem Hinspiel vergessen machen.

Eschenbach - Unihockey Limmattal 9:4 (2:1, 4:1, 3:2)
Tore Limmattal: Kern (Saluz) 0:1. Miller (Benz) 4:2. Benz (Kern) 8:3. Hunziker (Eberle) 8:4.