Unihockey
Limmattaler Unihockey-Spieler beweisen eisernes Nervenkostüm

Gegen Olten/Zofingen machten die Spieler von Jasmin Wani wieder wett, was sie in der Partie gegen Fricktal Stein nicht hingekriegt haben. Verdient siegen die Limmattaler Akteure mit 8:5.

Tobias Marti
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Joël Wuillemin (l.) bringt das Team dank seinem Treffer wieder auf Kurs. Bieri

Joël Wuillemin (l.) bringt das Team dank seinem Treffer wieder auf Kurs. Bieri

Die 2.-Liga-Partie gegen Unihockey Mittelland stand für die Limmattaler unter den Vorzeichen der Wiedergutmachung. Die Strafenflut – total 70 Strafminuten gegen UHL – und die damit verbundene 6:11-Niederlage beim Tabellenschlusslicht Fricktal Stein schlug weit herum hohe Wellen. Gegen Unihockey Mittelland standen die Limmattaler in der Pflicht. Und siehe da, es gab keinerlei Grund für Beschwerden.

Partie bot beste Unterhaltung

Die Partie verlief ausnahmslos in geordneten Bahnen und bot trotzdem beste Unterhaltung. Gleich dreimal traf UHL im ersten Abschnitt in die gegnerischen Maschen und speziell das dritte UHL-Tor durch Philippe Achtnich (17.) war herrlich herausgespielt.

Den einzigen Mangel an Disziplin offenbarten die Limmattaler in der eigenen Defensive. Die mehrmalige UHL-Führung hielt jeweils nur kurz und auf jeden Treffer der Gastgeber hatten die Mittelländer die entsprechende Antwort parat. Das 3:3-Unentschieden nach dem ersten Drittel entsprach dem Spielverlauf.

Einwandfreie Offensive

Die wenigen defensiven Nachlässigkeiten konnten die Limmattaler aber in der Folge abstellen, während die Offensiv-Abteilung nach wie vor bestens funktionierte. Joël Wuillemin traf zur Spielhälfte mit einem satten Weitschuss zur verdienten 4:3-Führung. Damit war er mitverantwortlich, dass die Begegnung aus UHL-Sicht in die richtigen Bahnen gelenkt wurde.

Auch als Luca Hänni kurz nach Spielhälfte als erster und einziger Akteur auf die Strafbank wanderte, gerieten die Limmattaler nicht in Gefahr. Fast wäre ihnen in Unterzahl gar die erneute Führung gelungen, aber die anstürmenden UHL-Cracks scheiterten gleich zweimal am Schlussmann der Gäste aus der Region Olten/Zofingen.

Das Glück der Tüchtigen

Auch im letzten Drittel hatten die Limmattaler die selten gewordenen Angriffe der Mittelländer weitgehend unter Kontrolle. Und wenn UHL-Goalie Fritsche doch einmal das Nachsehen hatte, rettete der Pfosten für das Heimteam (46.). Und für einmal darf man getrost sagen, dass dies das Glück der Tüchtigen war. Die Limmattaler gewannen souverän mit 8:5.

Zugegeben, am Ende ging dem Mittelländer Rumpfteam verständlicherweise langsam die Puste aus. Und vielleicht wurde auch darum das Limmattaler Nervenkostüm so gut wie gar nicht auf die Probe gestellt. Trotzdem darf man zu einer erfreulichen Erkenntnis gelangen: Die Limmattaler haben es gar nicht nötig sich aus der Ruhe bringen zu lassen. Vorausgesetzt sie spielen Unihockey.