Curling
Limmattaler Curlerinnen fahren mit Team Davos an die EM

Das Team Davos mit den Limmattaler Curlerinnen Janine Greiner und Carmen Schäfer schafft in Biel die Qualifikation zur EM in extremis. «Wir hatten dreimal das Messer am Hals», so Schäfer.

Patrick Pensa
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Janine Greiner (hinten) und Carmen Schäfer auf dem Eis in Biel. pp

Janine Greiner (hinten) und Carmen Schäfer auf dem Eis in Biel. pp

Der Saisonstart der Davoserinnen war nicht schlecht. Aber auch nicht überragend. In Oslo und in Vernon bedeutete der Viertelfinal Endstation, am Women’s Masters in Arlesheim vor einer Woche war schon in der Qualifikation Schluss.

Obwohl das Team schon lange zusammenspielt und sich Anfang Saison nicht neu finden muss, harzt es jeweils zu Beginn. «Das ist immer so, ich weiss nicht warum», sagt Janine Greiner. Carmen Schäfer denkt, dass es in diesem Jahr einen ganz bestimmten Grund hat: «Wir spüren, dass wir die Gejagten sind.» Gegen die Weltmeisterinnen zu gewinnen, eine Zusatzmotivation für alle Konkurrentinnen.

Aarau als erstes Team out

Seit Mittwoch machten nun die besten drei Schweizer Teams, Aarau, Bern und Davos, unter sich den EM-Starter aus. Dabei waren eher die sehr gut in die Saison gestarteten
Aarauerinnen um Skip Silvana Tirinzoni zu favorisieren. Gerade weil im Curling jeder jeden schlagen kann. Es kam aber anders. Aarau schied als erstes Team aus. Und nur weil Davos im letzten Spiel der Round Robin Bern schlagen konnte, kam es zu einer Best-of-three-Serie. Sonst wäre Bern durch gewesen. Auch so brauchte Bern nur noch einen Sieg, Davos zwei. «Wir hatten das Messer dreimal am Hals», fasst denn auch Schäfer das Wochenende zusammen. Die Weltmeisterinnen spielten ihre ganze Routine aus und gewannen dreimal in Folge. Zuletzt 7:3 am Sonntagmorgen.

Damit dürfen die Davoserinnen die Schweiz ab dem 8.Dezember in Schweden vertreten. Mit der EM-Qualifikation haben sie auch einen weiteren Schritt in Richtung Olympische Spiele gemacht. Sie haben ihre Führung im Swiss Ranking ausgebaut und auch einen weiteren internationalen Titelkampf, den man für Sotschi im Palmarès haben muss, für sich erkämpft.