Unihockey
Limmattal zeigt Charakter nach einem drohenden Debakel

Unihockey Limmattal verlor im Cup gegen das höherklassige Lok Reinach mit 5:11. Die Aargauer dominierten vor allem im ersten und dritten Drittel. Dazwischen machte UHL-Trainer Rico Polo Positives aus.

Florian Saluz
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Imressionen aus dem Unihockey-Cup-Match Limmattal - Reinach
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Pascal Meier gegen Reinachs Goalie Manuel Schaller und Armin Frey
Michael Hunziker (l.) gegen David Dünki
Die Limmattaler Bank mit Trainer Rico Polo
Lorenz Kern (l.) im Angriff.

Imressionen aus dem Unihockey-Cup-Match Limmattal - Reinach

Otto Lüscher

Zweitligist Limmattal ging als klarer Aussenseiter ins Cupspiel gegen den ambitionierten Erstligisten Lok Reinach. Dieser trainiert seit längerem wieder zwei- oder gar dreimal pro Woche, während die Limmattaler Spieler teilweise direkt aus den Sommerferien ans Spiel kamen. Reinach startete denn auch mit viel Pressing ins Spiel, die Limmattaler wurden regelrecht überrollt.

Byland, Wullschleger und Allamand trafen bereits in den ersten vier Minuten drei Mal ins Limmattaler Gehäuse. Erst danach legte das Heimteam die Nervosität ab, spielte besser mit und hatte auch einzelne Chancen. Pech bekundete das Team von Rico Polo insbesondere, als es im Powerplay nur den Pfosten traf.

Es droht ein Debakel

Lok Reinach hingegen machte es besser und erzielte bis zur ersten Drittelspause zwei weitere Tore. Als Gürber in der 25. Minute gar auf 6:0 für die Gäste erhöhte, schien das Spiel endgültig gelaufen.

Doch die Gastgeber in Urdorf gaben sich nicht auf und kehrten nochmals in die Partie zurück. Saluz - von Bülach zu den Limmattalern gestossen - brach in der 27. Minute den Bann. Nachdem Hänni und Hunziker innert einer Minute zwei weitere Tore gelangen, war das Spiel bei Halbzeit neu lanciert.

Strafe bringt Reinach zurück

In der 36. Minute gelang Hunziker der Treffer zum 4:6 - das Heimteam witterte endgültig Morgenluft. Es drückte nun vermehrt aufs Tempo, der Gegner schien den Faden verloren zu haben. Eine Minute vor Schluss des zweiten Drittels kassierten die Limmattaler aber eine Strafe und Lok Reinach benötigte im Powerplay lediglich sieben Sekunden, um auf 4:7 davonzuziehen.

Im Rückblick war das wohl der Genickbruch für die Limmattaler, das Drittel zeigte aber auf, dass sie auch gegen stärkere Team bestehen können. «Im zweiten Drittel haben wir gut mitgespielt. Wir haben unser taktisches Konzept umgesetzt und so Lok unter Druck setzen können», zog Michael Hunziker nach dem Spiel Bilanz.

Am 21. September beginnt die Meisterschaft

Im letzten Drittel schwanden den Limmattaler dann die Kräfte. Die Gäste zogen auf 11:4 davon, bei Limmattal ging es nur noch um Resultatkosmetik. Immerhin gelang ihnen das letzte Tor des Abends, Meier schoss auf Zuspiel Hunzikers zum Endstand von 5:11 ein.

Damit ging das Cup-Abenteuer von Limmattal zu Ende. Der neue Trainer Rico Polo blickt der kommenden Saison aber dennoch zuversichtlich entgegen: «Wir haben heute den Klassenunterschied zwar gespürt, aber auch gesehen, dass wir mithalten können, wenn wir unser System durchziehen. Dieses gilt es noch zu verfeinern. Bis zum Saisonbeginn am 21. September sollten die Automatismen dann greifen.