Eishockey
Limmattal Wings mit maximalem Ertrag trotz glanzloser Leistung

Die Limmattaler spielten schlecht. Vor allem altgediente SPieler fanden den Tritt nach der Weihnachtspause nicht. Trotzdem sind die Limmattaler in der 3. Liga dank dem 3:2 gegen Küssnacht auf Masterround-Kurs

Raphael Biermayr
Merken
Drucken
Teilen

Wie kann man nur? Während der letzten 1:21 Minuten spielen die Limmattal Wings in Überzahl, sie führen in Küssnacht 3:2. Sie müssen also nur noch die Scheibe kontrollieren. Doch anstatt zu fünft im eigenen Drittel zu stehen, sind zwei Mann an der Mittellinie, auf die Scheibe und damit die Chance auf einen weiteren Treffer lauernd.

Eine schwache Vorstellung

«Ich weiss nicht, was in den Köpfen dieser Spieler vorging», sagt Trainer Mike Weiss, halb amüsiert, halb resigniert. Amüsiert deshalb, weil am Ende alles gut ging. Nach drei Niederlagen im alten Jahr haben die Wings den Tritt wieder gefunden. Drei Runden vor Qualifikationsschluss liegt der Aufsteiger damit mit drei Verlustzählern Vorsprung auf dem letzten Masterround-Platz.

Der Erfolg war fast alles, was von dieser Partie überdauert. «Wir waren heute schlecht, ich ganz besonders. Wir hatten Glück», sagte Altmeister Hani Weber selbstkritisch. Es war tatsächlich so, dass die Weihnachtspause, in der nicht wurde, gerade bei den Altgedienten Spuren hinterliess. So auch bei Cyril Hruby. Er traf auf seinen hartnäckigsten Verfolger in der Topskorerwertung, Pascal Schenk, dieser traf zum 2:2 (50.)

Spiezug «Füssen»

Hruby verteidigte seinen Platz an der Sonne schliesslich dank eines etwas glückhaften Assists beim kuriosen Siegtreffer für die Wings: Nach einem Befreiungsschlag Hrubys in Unterzahl missverstanden sich Küssnacht-Goalie Wayne Bieri und -Verteidiger Thomas Keusch. Alexander Marty reagierte geistesgegenwärtig und übertölpelte Bieri. Der Glückstreffer war bezeichnend. Die Wings spielten nur während der zweiten Hälfte des ersten Spielabschnitts ansprechend.

Michael Frei brachte die Gäste in Führung, darüber hinaus regierte der Zufall – bis auf eine Ausnahme: Dem 1:2 von Fabian Meier II lag eine einstudierte Variante bei Bully in der eigenen Zone zugrunde. Der freigeblockte Verteidiger Dino Boner lancierte den Torschützen mittels Bandenpass. «Dieser Spielzug heisst ‹Füssen›», erklärt Boner. Der Name lehnt sich an den Ort des Trainingslagers der Wings an, er stamme aus der Zeit von Ex-Trainer Dani Hüni.

Überragender Goalie Meier

Matchwinner für die Limmattaler war der «andere» Fabian Meier, der zwischen den Pfosten steht. Mit unzähligen Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel und rettete in der Schlussphase den knappestmöglichen Vorsprung über die Zeit. Mit dieser Vorstellung rehabilitierte er sich auch für den missglückten Auftritt im Derby in Urdorf (1:8) und bewies, dass die Goalies der Wings bereits frühzeitig Masterround-tauglich sind.