Eishockey
Limmattal Wings: Der Bann der Niederlagen ist endlich gebrochen

Die Limmattaler Unihockeyaner gewinnen erstmals in dieser 3.-Liga-Saison nach der regulären Spielzeit. Das Team von Mike Weiss schlägt Küssnacht a. R. dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem hervorragenden Torhüter mit 2:1.

Jessica Widmer
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Limmattal Wings
7 Bilder
... auch dank der hervorragenden Leistung ihresTorhüters Sandro Fischer.
Oliver Bowalle (mitte) schiesst das wichtige 1:0
Ralph Lüthy (li,Küssnacht) gegen Nicolas Gamper (Limmattal Wings)
Cyril Hruby (li,Limmattal Wings) gegen Dominik Dusser (Küssnacht)
Pascal Schenk (li,Küssnacht) gegen Alexander Marty (Limmattal)
Dennis Weiss (li,Limmattal) gegen Stephan von Matt (Küssnacht)

Limmattal Wings

geisser

Vor der 3.-Liga-Partie gegen Küssnacht am Rigi standen die Vorzeichen für die Limmattal Wings noch denkbar schlecht. In sieben Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Mike Weiss noch keine einzige Partie in der regulären Spielzeit für sich entscheiden und lag mit drei Punkten auf dem letzten Tabellenrang. Gerade einmal ein Spiel gewannen die Wings nach Verlängerung, die restlichen gingen verloren. Somit startete der HCLW bei eisigen minus zwei Grad statistisch gesehen als Aussenseiter in die Partie im Wettinger Tägerhard.

Bereits in der 8. Spielminute krachte Limmattals Marcel Graf ohne Fremdeinwirkung mit dem Kopf in die Banden und musste den Rest des ersten Drittels von der Spielerbank zuschauen. Doch das Team konnte sich von diesem kurzzeitigen Schock erholen und spielte munter weiter, kreierte viele Torchancen und hielt mit dem Gegner mit. Beide Mannschaften durften den gegnerischen Torhütern beschuldigen, dass nach dem ersten Drittel noch keine Tore gefallen waren.

Starkes zweites Drittel

Im Mitteldrittel kehrte Graf wieder aufs Eis zurück. Mit dessen Rückkehr machte das Team nochmehr Druck und suchte das 1:0 konsequent. Die Erlösung kam in der 27. Minute, als die Nummer 14 im Limmattaler Gespann Oliver Bowalle den Puck über die Linie drückte. Das Heimteam führte mit 1:0. Die Wings dominierten das Spiel von nun an regelrecht und strebten das 2:0 konsequent an. Kurz vor Ende des zweiten Drittels waren die Limmattaler sogar in doppelter Überzahl und es schien, als würde das 2:0 jeden Moment fallen. Doch Weiss’ Mannschaft nutzte den Vorteil nicht und es blieb beim ein Tore Vorsprung nach zwei gespielten Dritteln.

Zitterpartie bis zum Schluss

Die letzte Pause tat dem Heimteam nicht gut, sie liessen nach und Küssnacht kam zu etlichen Torchancen. In der 46. Minute fiel dann der Ausgleich durch Pascal Schenk vom Gästeteam. Von nun an war es Wings-Goalie Sandro Fischer dem zu Danken war, dass in dieser Phase des Spiels keine weiteren Tore für die Gäste fielen. Es wurde viel diskutiert, auf und neben dem Feld. Das Schiedsrichter-Duo liess sich davon etwas beeinflussen und ihnen schien die Partie aus den Händen zu gleiten. Die Tatsache, dass das Spiel auf eine Verlängerung hinauszulaufen schien, machte die Stimmung vor allem auf Seiten des heimischen Publikums nicht gerade besser. Doch vier Minuten vor der Sirene gelang Alexander Marty ein Shorthander, der die Wings plötzlich wieder auf Siegeskurs brachte. Trotz nahezu ständiger Unterzahl während der letzten Spielminuten, zeigten die Limmattal Wings Charakter und brachten den Sieg schlussendlich über die Runden.

Endlich den Lohn für die Arbeit gekriegt

«Das Kollektiv war sehr stark heute! Jeder ging für jeden und darum haben wir verdient gewonnen», lobte Mike Weiss sein Team nach der Partie. Von der Qualität des Teams war Weiss schon immer überzeugt, nun bewiesen es die Männer auch auf dem Eis und wurden dafür mit dem ersten Sieg belohnt. «Wir blieben auch nach dem 1:1 ruhig und spielten unser Spiel. Gegen Seewen nächste Woche werden wir nachdoppeln», ist sich Weiss, der nie ein Problem hatte, die Mannschaft zu motivieren, sicher. Mit einem Sieg wären die Limmattal Wings dem Saisonziel, im oberen Drittel mitzuspielen, einen Schritt näher.