Curling

Limmattal verpasst eine Medaille an Schweizer Meisterschaft

Die Gastgeber werden Vierte an der Schweizer Meisterschaften der Aktiven in Urdorf. «Wir waren heute zu wenig konzentriert und zu müde», erklärte Skip Andreas Feuz den Ausrutscher. Gewonnen hat Baden Regio II.

«Wir fühlen uns als perfekte Gastgeber», sagte Andreas Feuz scherzhaft auf die Frage, wie seine persönliche Turnierbilanz aussehe. Der Skip der Limmattaler nahm die 3:8-Niederlage gegen Grenchen im Spiel um Platz 3 offensichtlich gelassen. «Es hat uns das Wettkampfglück gefehlt, einige Situationen sind nicht zu unseren Gunsten ausgefallen», meinte er nüchtern. Damit meinte Feuz nicht nur die Fehlsteine, die sich das Team gegen Grenchen leistete, sondern auch die Tatsache, dass zwei seiner Mitspieler auf dem Eis ausrutschten: «So etwas passiert normalerweise nicht.»

Woran lag es, dass die Limmattaler in ihrem letzten Spiel nicht auf der Höhe waren? «Wir waren heute zu wenig konzentriert und zu müde», erklärte Feuz. «Wir haben seit Freitag sieben Spiele absolviert, normalerweise macht man drei bis fünf Spiele.» Abgesehen von den letzten beiden Partien spielten die Gastgeber sehr erfolgreich. Ihre fünf Partien in der Vorrunde gewannen sie alle und qualifizierten sich souverän für den Halbfinal am Sonntag. «Wir hätten am Samstagabend eigentlich aufhören sollen zu spielen», sagte Feuz und lachte.

Schwarzer Sonntag für Limmattal

Denn am Sonntag riss die Siegesserie der Limmattaler. Zuerst setzte es im Halbfinal gegen Baden-Regio II, das später Schweizer Meister wurde, die erste Niederlage des Turniers ab. Und dann verloren sie wie erwähnt auch noch das Spiel um Platz 3. «Man hatte sich natürlich schon etwas mehr erhofft nach dieser Vorrunde», meinte Philipp Locher, Präsident des organisierenden Curling Club Limmattal. Dafür aber war er mit dem Turnier insgesamt sehr zufrieden – auch angesichts der Tatsache, dass die Schweizer Meisterschaft der Aktiven die erste grössere Veranstaltung seit zwei Jahren war, die der CCL auf die Beine gestellt hat. «Es ist alles reibungslos verlaufen, das Turnier war toll», freute sich Locher.

Kampfansage von Feuz

Zufrieden war auch Andreas Feuz, obwohl er mit seinen Teamkollegen den Podestplatz verpasst hat. Für sie ging es gestern Montag an der Züriseeliga weiter. Kann man da eine solche Enttäuschung ausblenden? «Ja, das geht», sagte Feuz. «Wir machen weiter wie gehabt.» Und dann formulierte er noch eine Kampfansage an die nächsten Gegner: «The All Blacks will be back!»

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