Fussball
«Limmattal United» heisst bei den Frauen die Problemlösung

Schlieren hat eine Lösung für das U18-Problem bei den Frauen gefunden, die es so bei den Männern wohl nie geben würde: Es arbeitet mit dem FC Dietikon zusammen.

maila bermejo
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Damit das Fanionteam (Bild) auch in der NLA jubeln darf, braucht Schlieren bis in einem Jahr eine U18-Equipe. maila bermejo

Damit das Fanionteam (Bild) auch in der NLA jubeln darf, braucht Schlieren bis in einem Jahr eine U18-Equipe. maila bermejo

Limmattaler Zeitung

Mit dem Recht kommt auch die Pflicht. Im Fall der aufgestiegenen Schlieremer Fussballerinnen heisst das: kein Engagement in der Nationalliga A ohne U18-Team. Das ist leichter gesagt als getan.

Zwar hat Schlieren als Neuaufsteiger ein Jahr Zeit um das Problem zu lösen, rosig sieht es trotzdem nicht aus. Denn anders als bei den Männern mangelt es dem Frauenfussball an Spielerinnen und an seriösen Partnern.

Zusammenarbeit mit YF Juventus gescheitert

Zudem ist die bisherige Zusammenarbeit Schlierens im Nachwuchs-Leistungs-Bereich mit YF Juventus gescheitert und wurde auf Ende Saison beendet. «Die Vorstellungen über diese Zusammenarbeit gingen weit auseinander», sagt die Schlieremer Frauenverantwortliche Claudia Gfeller.

So hat Schlieren bei den Nachbarvereinen an die Türe geklopft – und ist in Dietikon fündig geworden. «Limmattal United» wurde ins Leben gerufen.

«Unsere Hoffnung war, dass alle Limmattaler Vereine mitmachen würden», erzählt Gfeller. Dann wäre vielleicht auch tatsächlich sofort eine U18-Equipe zustande gekommen. So aber «war das Interesse an den Probetrainings zu klein» und das Limmattal muss noch ein Jahr auf ein U-18-Frauen-Team warten.

Optimale Infrastruktur als Ziel

Dietikon und Schlieren werden eine 2.-, eine 4.-Liga-Mannschaft und alle Juniorinnenkategorien für die kommende Saison unter gemeinsamer Flagge anmelden und hoffen, dass aus dieser Breite heraus in einem Jahr ein U18-Team formiert werden kann. «Das Ziel ist, dass die fussballinteressierten Mädchen und Frauen in unserer Region eine optimale Infrastruktur vorfinden und dass die Limmattaler Fussballerinnen, die aus der Region stammen, auch hier bleiben», sagt Claudia Gfeller.