Unihockey
Limmattal: Strafenverhältnis hat das Spiel gegen Schwarzenbach entschieden

Die Limmattaler Unihockeyaner verloren ihr letztes 2.-Liga-Spiel im Jahr 2013 gegen Schwarzenbach mit 7:10. Die Limmattaler zeigten sich von ihrer undisziplinierten Seite und kassierten etliche und teilweise unnötige Strafen.

Stephan Pachlatko
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Im Spiel gegen Lenzburg gab es kaum ein Durchkommen an der Limmattaler Verteidigung. Gegen Schwarzenbach sah dies anders aus.

Im Spiel gegen Lenzburg gab es kaum ein Durchkommen an der Limmattaler Verteidigung. Gegen Schwarzenbach sah dies anders aus.

Roland Jaus

Im letzten Spiel des Jahres setzte sich das schmale Limmattaler Kader in einen grossen Car mit Ziel Huttwil, dem Berner Dörfchen mit dem Nationalen Sportzentrum. Ein grösserer Kleinbus hätte auch genügt, denn 3 Blöcke hätten die Limmattaler selbst mit Coach, Staff und Torhüter nicht zusammengebracht. Dennoch nahm man sich einiges vor und wollte die zuletzt starke Leistung (14:1 gegen Lenzburg) gegen den Mitaufstiegskandidaten Schwarzenbach bestätigen.

Vor dem Spiel schwor Coach Polo die Mannschaft auf einen harten Fight ein und ermahnte die Spieler, ja keine «blöden» Strafen zu nehmen. Um es gleich vorwegzunehmen, dies gelang nur sehr beschränkt. Der Start ins Spiel gelang nicht, schon nach 10 Minuten stand es 0:3 und es war offensichtlich, dass ein anderer Gegner auf dem Feld stand als in der Woche davor. Zum Glück fingen sich die Limmattaler und konnten in der 15. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer durch Kern einschiessen, doch nur eine Minute später nutzten die Schwarzenbacher eine kleine Limmattaler Abwehrschwäche zum 2:4.

Zu viele Diskussionen

Fazit nach dem ersten Drittel: Die Limmattaler spielten nicht solide genug, um resultatmässig besser dazustehen. Noch schwerwiegender war jedoch, dass sich die Mannschaft gerne und ausführlich mit dem Schiedsrichter beschäftigte, was sich je länger, desto negativer aufs Spiel auswirkte. Der Rest der Partie ist denn auch relativ schnell erzählt: Grundsätzlich waren die Limmattaler dem Gegner einigermassen ebenbürtig und schafften es resultatmässig immer, mehr oder weniger dranzubleiben, doch schwächten sich die Limmattaler oftmals selber durch Strafen. So nutzten die Schwarzenbacher eine 2+2-Minuten-Strafe gegen Hunziker zum Ende des zweiten Drittels optimal aus, um aus dem vorübergehenden 5:6 einen komfortablen 5:8-Vorsprung herzustellen.

Im letzten Drittel kam keine Spannung mehr auf, da nach dem erwähnten 5:8 die Luft bei den Limmattalern draussen war und Schwarzenbach so zwei weitere Tore in den ersten fünf Minuten des Schlussdrittels erzielen konnte. Zudem kamen in den letzten fünf Minuten des Spiels zwei weitere Limmattaler Strafen hinzu, was eine Aufholjagd verunmöglichte. Somit stand das Schlussresultat von 7:10 schon sieben Minuten vor
Spielende fest.

Durch Strafen geschwächt

Ein Blick aufs Matchblatt zeigt schnell, weshalb Limmattal dieses Spiel verlor: das Resultat in den Special Games lautete 5:2 für Schwarzenbach, was am Schluss exakt die entscheidende Tordifferenz war. Im Fünf-gegen-fünf stand es somit 5:5 nach 60 Minuten, was zeigt, dass man durchaus mit dem Gegner mithalten konnte, doch war ein Strafenresultat von 8:2 zuungunsten von Limmattal ein zu schweres Handicap, um am Gegner dranzubleiben. Zum einen waren die Entscheidungen der Unparteiischen schon etwas gar kleinlich. Zum anderen müssen sich die Limmattaler dabei aber selber an der Nase nehmen, da einige Strafen schlicht unnötig waren und man sich nicht gerade um den Sympathiebonus bei den Schiedsrichtern bemühte.