Mit dem Sieg gegen Schüpfen erobern die Limmattaler auch gleich wieder den Leaderthron zurück. Diesen mussten sie kurzzeitig an Schwarzenbach abtreten, welche vorab gegen Langenthal-Aarwangen ebenfalls klar die Oberhand behielten.

Als nächstes das Derby

Somit bleibt die Ausgangslage an der Tabellenspitze auch vier Runden vor Schluss der Qualifikation weiterhin äusserst spannend. Weil auch die Waldenburg Eagles ihr Spiel der 13. Runde gewannen, liegt UHL in der Tabelle weiterhin nur mit zwei Punkten in Front. Die Limmattaler dürfen sich also weiterhin keinen Ausrutscher erlauben. Im nun anstehenden «Mutschellen»-Derby zu Hause gegen Bremgarten erst recht nicht.

Nach fünf Heimspielen in Serie mussten die die Limmattaler Unihockeyspieler am Wochenende erstmals seit dem 16. November wieder zu einem Auswärtsspiel antreten. Die Reise führte das Team ins Berner Seeland zum UHC White Wings Schüpfen-Busswil. Dem Limmattaler Trainer kam der erste Auftritt in der Fremde seit über zwei Monaten gar nicht ungelegen: «Ich spiele lieber auswärts. Da sind die Erwartungen der Spieler an sich selbst nicht so gross wie vor eigenem Publikum.»

Nominell schwächster Gegner

Grössere Befürchtungen der Limmattaler auf einen Punktverlust in diesem Spiel wären auch nicht angebracht gewesen. Im Restprogramm der Limmattaler ist Schüpfen-Busswil der nominell schwächste Gegner. Die Seeländer sind aktuell auf dem neunten Tabellenrang platziert und befinden sich mitten im Kampf gegen den möglichen Abstieg in die 3. Liga. Der Ausgangslage entsprechend wurde vom Leader aus dem Limmattal vor der Begegnung mit der Schiessbude der 2. Liga-Gruppe 2 (107 Gegentore in 13 Spielen) nichts anderes als ein klarer Auswärtssieg erwartet.

Das Duell zwischen der zweitschlechtesten Defensive und der drittbesten Offensive der 2. Liga (104 Tore in 13 Partien) war dann auch eine lange Zeit einseitige Angelegenheit. Bereits nach 49 Sekunden traf Ingmar Penzhorn zum 1:0 für den Favoriten. Zur Spielmitte lagen die Limmattaler beinahe schon uneinholbar mit 6:1 in Front und auch nach 40 Minuten lag der Favorit beim Stand von 8:3 mit fünf Toren im Vorsprung. Die Seeländer hatten der Übermacht des Tabellenführers kaum etwas entgegen zu setzen. UHL genoss in der Offensive viele Freiheiten, während bei den Gastgebern vorne die nötige Präzision fehlte.

Nur mit Glück Ausgleich verhindert

Aber das Spiel sollte noch nicht gelaufen sein. In der Folge baute UHL kontinuierlich ab, während die Gastgeber immer besser ins Spiel fanden. Ihre beste Phase hatte Schüpfen zu Beginn des letzten Drittels, als sie mit drei Toren innert vier Minuten aus einem 3:8 ein 6:8 machten. Auch ein Limmattaler Timeout nach 46 Minuten konnte die nicht mehr erwartete Aufholjagd des Aussenseiters stoppen. Im Powerplay gelang Schüpfen nach 50 Minuten sogar der 7:8-Anschlusstreffer. Drei Minuten später kamen die Limmattaler gar nur mit viel Glück um den Ausgleich herum, als ein Schuss der Gastgeber gleich an beide Pfosten des Limmattaler Gehäuses prallte.

Letztlich gewannen die Limmattaler die fair geführte Begegnung dann doch. Dies weil UHL-Topskorer Luca Hänni fünf Minuten vor Schluss mitten in den Sturmlauf der nun aufgeputschten Schüpfener einen Penalty zum 9:7 für den Favoriten verwertete. Es war dies der insgesamt sechste Skorerpunkt an diesem Abend für den offensiv einmal mehr überragenden Hänni.